Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter ist etwas über 9 Monate alt, und nachdem sie mehrere Monate lang oft schon durchgeschlafen (d.h. 6-8h am Stück) hatte, wacht sie seit einiger Zeit wieder vermehrt auf und will gestillt werden. Nun weiß ich, dass Babys im 2. Lebenshalbjahr viel durchmachen und nachts natürlich umso mehr zu verarbeiten haben, und deshalb hatte ich bisher nachts keine Probleme damit, sie mehrmals wieder in den Schlaf zu stillen. Mittlerweile geht mir das aber sehr an die Substanz, ich bin tagsüber gereizt und gerädert und dazu kommt, dass ich irgendwie verlernt habe, nachts nach dem Stillen direkt wieder einschlafen zu können, sodass ich häufiger mehrere Stunden lang wachliege und nicht schlafen kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Tochter nur noch aus Gewohnheit wach wird und das Stillen gar nicht richtig braucht - letzte Nacht ist sie z.B. um 22:30 wachgeworden, ich habe sie gestillt und sie lag erstmal bis 0:30 wach, bevor sie wieder einschlief - und um Punkt 3:30 wurde sie wieder wach. Sie wacht sonst auch alle 3 Stunden auf. Nun ist meine Frage, ob ich nachts auf sanfte Art weniger stillen könnte, und wenn ja, wie ich das anstelle? Sie wird tagsüber auch noch ausreichend häufig gestillt (3x mindestens), sodass ihr da an sich nichts "fehlen" würde außer der Nähe, die ich ihr natürlich auch so gerne und viel gebe. Ich bin so unsicher... Danke im Voraus!
Kristina Wrede
Liebe Lsg88, auch eine "Gewohnheit" kann ein Bedürfnis sein. Wenn du wüsstest, dass sie es braucht, wäre es dann leichter zu akzeptieren? Ist die Frage nicht eher, warum du nicht schlafen kannst? Und ob sich da etwas machen ließe, damit DU besser schläfst? Vielleicht helfen dir diese Empfehlungen von Sibylle Lüpold, Krankenschwester, Stillberaterin, Mutter und Gründerin von "1001kindernacht": https://www.still-lexikon.de/nachts-abstillen/ Die Unsicherheit ist übrigens total normal, wir alle werden, wenn es um unsere Kinder geht, ständig überschwemmt von so genannten "guten" Ratschlägen und uns wird nahegelegt, keine Ahnung zu haben. Dabei AHNEN wir ziemlich genau, was unsere Babys brauchen, nur ist kaum Raum dafür da!!! LIeben Gruß, Kristina
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