Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

3 Tage Milch in der Brust,dann weniger?

Frage: 3 Tage Milch in der Brust,dann weniger?

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Hallo Biggi ;-) ich stille jetzt seit Geburt und die Maus ist jetzt 9 Wochen alt- es klappt so ganz gut und wir geniessen beide die stressfreie Zeit und die Maus gedeiht auch super. Nur zwei Fragen: Ich lege die Maus alle 2 Stunden an(also ca das ist ihr Rythmus). Es ist grade gestern wieder so gewesen, dass ich merkte,dass meine Brust weniger prall ist... Vorgerstern war sie das noch. Sie ist meistens 3-4 Tage lang praller,dann weicher. Dann wieder praller. Die Kleine trinkt in der "nichtprallen" Zeit auch beide Brüste weil sie sonst nicht satt wird.Nach 2 Tagen ruhigem trinkens wird die Brust dann wieder fest und prall und die Milch mehr so dass die Milch wieder heraus schiesst teilweise wenn der Milchspendereflex einsetzt. Wie ist das zu erklären? Meine zweite Frage ist: Ich lege ja nun alle 2 Stunden an und sie trinkt immer... Zwischendurch auch mal so,wenn sie unruhig ist und sich beruhigen lassen möchte. Habe ich nichts dagegen :-) Im Gegenteil,ich finde es gibt ihr Geborgenheit. Aber wie schaut das mit dem Eisprung aus? Ich wollte ein Pärchen und da wollten wir jetzt schon mal wieder langsam mit dem üben anfangen. Schwangerschaft gänzlich ausgeschlossen bei einem Stillabstand von nur 2 Stunden? (Nachts1 Tour knapp 4 Stunden und dann wieder 2 1/2 bis 3 Stunden- tags alle 2- 2 1/2 Stunden) Danke Dir vielmals und lg Eno


Biggi Welter

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Liebe Eno, weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Achten Sie einmal auf die folgenden Anzeichen bei Ihrem Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby auch satt wird. Auch gelegentliches Stillen kann Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Eine Prozentangabe für die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Schwangerschaft kann ich Ihnen jedoch nicht geben. Zitat aus "The Breastfeeding Answer Book" Mohrbacher, Stock, revised edition 1997: "Selbst wenn es zu einem Eisprung kommt, bevor die erste Menstruation bei der stillenden Frau einsetzt, verursachen die Stillhormone in vielen Fällen fehlerhafte Eireifungs und Lutealphasen. Das bedeutet, dass die Hormonspiegel in der zweiten Hälfte des Zyklus zu niedrig sind, um eine Schwangerschaft zu erhalten (Campbell und Gray, 1993; Diaz, 1992; Lewis, 1991). In einigen Fällen kann es dazu während mehr als einem Zyklus kommen, was die natürliche Periode der Unfruchtbarkeit der Frau weiter verlängert. ... In einigen Fällen reicht selbst seltenes Stillen aus, um eine Schwangerschaft zu verhindern, wenn die Frau zuvor intensiver gestillt hat (Gray, 1990). Bei einem derartigen Fall berichtete die Frau, dass ihre Periode 18 Monate postpartum wieder eingesetzt habe. Ihr Sohn wurde noch ein weiteres Jahr lang gestillt, und obwohl es Anzeichen dafür gab, dass sie einen Eisprung hatte, konnte sie nicht schwanger werden. Sie wandte sich an einen Spezialisten für Fruchtbarkeitsmedizin, der auf Untersuchungen hinwies, die darauf hindeuten, dass manche stillenden Frauen trotz Eisprungs aufgrund subtiler Hormonveränderungen durch das Stillen noch für einige Zeit unfruchtbar bleiben. Sie wurde innerhalb weniger Wochen schwanger, nachdem sie ihren Sohn vollständig abgestillt hatte (Gotsch, 1991)." Aber das ist im Einzelfall nicht vorherzusagen und es gibt unzählige Frauen, die während der Stillzeit sofort bei ersten Versuch wieder schwanger wurden (oder auch ungewollt schwanger wurden). LLLiebe Grüße Biggi


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