Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

2 Zähne da - ich möchte abstillen

Frage: 2 Zähne da - ich möchte abstillen

Mitglied inaktiv

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guten abend ;-) ich bräuchte mal hilfe wie ich am besten und wenn möglich schnell (so schnell wie möglich) abstillen kann. meine lynn ist jetzt 6 monate alt und hat schon 2 zähnchen, das tut mittlerweile beim stillen ganz schön weh ;-( beikost bekommt sie seit dem 5.12. und den gob seit 7.1. gläschen isst sie ca. 1/2 bis 3/4, manchmal etwas obst danach. mal reicht ihr das 1,2 stündchen. mal will sie danach noch an die brust. ist das gewohnheit? beim gläschen macht sie den eindruck satt zu sein. zu trinken biete ich ihr auch was an. den gob findet sie super ;-) mache den nur mit wasser (70ml), 2 esslöffel hirse plus ein halbes obstgläschen ca. plus getränk. kann ich ihr einfach jeden tag ein fläschen machen? habe hier die bebivita 1. würde dann jeden tag eine stillmahlzeit mit einer flasche ersetzen. kann ich das so machen bzw. macht das meine brust mit? hatte beim stillen noch nie probleme, keinen stau oder ähnliches. wie lange dauert es bis die brust wieder auf "normalbetrieb" läuft? wäre toll wenn ihr mir tips zum sanften aber schnellen abstillen geben könntet. danke schön VG


Biggi Welter

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Liebe lynnsmum, eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Wenn Sie ihr Kind bis zum Alter von sechs bis sieben Monaten vollständig abgestillt haben wollen, müssen Sie zunächst zur Flasche hin abstillen, da das Kind noch zu jung für alleinige Beikost ist. Dabei gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Bis die Brust nach der Stillzeit wieder vollkommen inaktiv ist, vergehen Wochen und Monate und bei manchen Frauen sogar Jahre. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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hallo vielen dank schonmal was meinen sie denn mit welcher menge ich meiner tochter die flaschennahrung beginnen soll? und in welchen mengen dann steigern? wie funktioniert denn das ausstreichen? hab ich noch nie machen müssen. warum ist es denn so wichtig vorab mit dem kinderarzt zu sprechen, wenn man sich für die künstliche säuglingsmilch entscheidet? vielen dank und viele grüße


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe lynnsmum, ich würde mit kleinsten menge beginnen, also z.B. 20ml. Wenn Ihr Baby die Milch gut verträgt, können Sie Tag für Tag steigern. Ihr Kinderarzt kennt Ihr Baby und kann Ihnen sagen, ob z.B. eine hypoallergene Milch sinnvoll ist. Ich werde jetzt versuchen, Ihnen das Handausstreichen zu erklären, besser wäre es allerdings, wenn Sie es sich von einer Stillberaterin zeigen lassen oder sich zumindest das Infoblatt „Die Marmet Methode“ besorgen (gibt es bei jeder LLL Stillberaterin). Auch beim Handausstreichen gilt ebenso wie beim Gebrauch einer Pumpe: Es verlangt eine gewisse Übung, bis man es beherrscht. Um ihre Milch wirkungsvoll auszustreichen, muss die Mutter ihren Daumen und ihre Finger über die Milchkammern legen und dann rhythmisch drücken und rollen. Ausstreichen der Milch Leeren der Milchkammern 1. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger etwa 2,5 bis 3,8 cm hinter die Brustwarze legen. • Dieses Maß, das nicht notwendigerweise den äußeren Rand des Brustwarzenhofs markiert, kann als Richtlinie genommen werden. Die Größe des Brustwarzenhofs ist von Frau zu Frau unterschiedlich. • Der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze und die Finger unterhalb der Brustwarze, so dass die Hand ein „C" bildet. • Darauf achten, dass die Finger über den Milchkammern liegen. • Die Brust nicht mit der ganzen Hand umfassen. 2. Waagerecht in Richtung Brustkorb drücken. • Die Finger nicht spreizen. • Mütter mit großen Brüsten sollten die Brust zuerst anheben, bevor sie in Richtung Brustkorb drücken. 3. Den Daumen und die Finger nach vorne rollen, als ob gleichzeitig Daumen und Fingerabdrücke gemacht werden wollen. • Die rollende Bewegung von Daumen und Fingern drückt die Milchkammern zusammen und entleert sie, ohne das empfindliche Brustgewebe zu verletzen. • Auf die Position der Fingernägel achten. 4. Die Bewegungen rhythmisch wiederholen, um die Milchkammern zu entleeren. Anlegen, Drücken, Rollen; Anlegen, Drücken, Rollen. 5. Den Daumen und die Finger um die Milchkammern herumwandern lassen, um auch die anderen Kammern zu entleeren. Die Mutter sollte an jeder Brust beide Hände benutzen, um mehr Milch in den Milchgängen zu erreichen. Abwechselndes Ausstreichen der Milch und Brustmassage, Streicheln und Schütteln stimuliert den Milchspendereflex der Mutter. Brustmassage, Streicheln und Schütteln Stimulieren des Milchspendereflexes Die Mutter sollte: Die Milch bildenden Zellen und Milchgänge massieren. • Es wird oben an der Brust begonnen. Fest gegen den Brustkorb drücken. Die Finger kreisförmig auf einer Stelle bewegen. • Nach einigen Sekunden wechseln die Finger zur nächsten Stelle der Brust. • Diese Massage erfolgt spiralförmig um die Brust in Richtung Brustwarzenhof. • Die Bewegung ist ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung. Die Brust vom Brustansatz zur Brustwarze hin streicheln, mit leichten, dem Kitzeln ähnlichen Bewegungen. • Die streichelnde Bewegung wird vom Brustkorb zur Brustwarze um die ganze Brust weitergeführt. • Das trägt zur Entspannung und zur Anregung des Milchspendereflexes bei. Die Brust schütteln, während sie sich nach vorne beugt, so dass die Schwerkraft hilft, den Milchfluss anzuregen. Jede Technik zum Handausstreichen sollte zuallererst sanft sein, um das empfindliche Brustgewebe nicht zu verletzen. Aus diesem Grund sollten bestimmte Bewegungen vermieden werden: • das Quetschen der Brust, da es zu blauen Flecken führen kann. • an der Brustwarze und an der Brust zu ziehen, da dadurch Verletzungen des Gewebes entstehen können. • mit den Händen an der Brust abzugleiten, da dies Hautabschürfungen verursachen kann. Ich hoffe, diese Beschreibung und Erklärung hilft Ihnen weiter, aber wie schon erwähnt, besser wäre es, wenn Sie es sich zeigen lassen. LLLiebe Grüße, Biggi


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