Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, das Thema Wunschkaiserschnitt wird ja heiß diskutiert und ich habe auch ihre Antwort zu dem Thema gelesen. Mir geht es nicht um die Schmerzen, den "love channel", die psychischen Auswirkungen usw. sondern allein um die Frage: Ist für das Kind ein geplanter KS mit weniger Risiken verbunden als eine geplante und auch vaginal begonnene Geburt (egal ob sie dann mit KS endet oder nicht)? Man hört so oft, daß Kinder bei normal beginnenen Geburten Schäden davon tragen, bei geplantem KS aber nie (mal abgesehen von kleineren Schnittwunden). Zu ihrer Statistik, daß die Sterblichkeit der Mütter bei KS-Entbindung 6-7 mal höher ist als bei vaginaler Entbindung, muß ich doch mal kritisch nachfragen: Hier werden doch auch die Not-KS-Situationen nach begonnener vaginaler Geburt der KS-Gruppe zugeordnet? Sprich die Statistik beim Vergleich vaginal begonnene Geburt vs. geplanter KS müßte ganz anders aussehen? Zu der von ihnen zitierten doppelt so hohen Totgeburt-Rate nach KS: Gibt es dafür eine Erklärung? Kurz der Hintergrund meiner Frage: Ich hatte beim ersten Kind einen geplanten KS aus medizinischen Gründen und fand es ganz FÜRCHTERLICH. Nun bin ich wieder schwanger und die medizinische Situation stellt sich so, daß es letztendlich meine Entscheidung ist, wie ich entbinde (ich bin NAIT-Patientin, mein Kind kann aber durch entsprechende Transfusionen vor der Geburt auf normales Thrombozyten-Niveau gebracht werden, die FAIT ist nicht sehr stark ausgeprägt). Ich würde es sehr gerne normal versuchen, stelle mir aber ernsthaft die Frage, ob es für das Kind nicht per KS sicherer ist, jetzt ganz unabhängig von der FAIT/NAIT-Geschichte, die sich in den Griff kriegen läßt. Vielen herzlichen Dank! Claudia
hallo Claudia, auf die sehr differenzierte Frage hier folgende Anmerkungen: 1. Die Verletzungen beim Kind wären vor allem Schnittverletzungen, das ist richtig und insofern ist die Gefährdung für das Kind im Vergleich Spontangeburt/ planmäßiger Kaiserschnitt sicher bei der Vaginalgeburt größer. 2. die Zahlen einer größeren Gefährdung der Mutter sind auch bei planmäßigem Kaiserschnitt - also nicht den Notfallkaiserschnitten oder sekundär nach frustran verlaufenem Geburtsverlauf - deutlich höher. 3. die höhere Totgeburtenrate nach Kaiserschnitt erklärt man sich durch einen schlechtere Durchblutung der Gebärmutter, bei der im Rahmen des Kaiserschnitts ja auch entsprechende Gefäßverbindungen unterbunden werden. 4. Was die Frage des geburtshilflichen Managements bei NAIT/FAIT angeht, wäre es sicher vor Ort abzuwägen, ob hier ein Kaiserschnitt geboten erscheint oder den Verlauf des Kindes verbessert. Wenn man hierzu die Ausführungen der Uni-Kiel liest unter www.uni-kiel.de/transfusion/ext/info/fait.html dann wird bei Vorliegen eines NAIT/FAIT die selektive Schnittentbindung nahegelegt. Dieses sollte aber sicher mit den Experten besprochen werden. VB
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