Frage im Expertenforum Milch & Fläschchen an Anke Claus:

Trotzphase schlägt sich beim Essen nieder

Frage: Trotzphase schlägt sich beim Essen nieder

Mitglied inaktiv

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Hallo liebes Team, mein Sohn ist 2 Jahre alt und voll auf der Trotzschiene. Alles ist "Nein". Er möchte gern selbst bestimmen, ohne sich jedoch konkret entscheiden zu können. Ein Beispiel: Möchtest du ein Brot oder eine Brezel. - Ja / Nein (sagt aber nicht, was von beiden). Wenn ich ihn bspw direkt frage " Möchtest du ein Brot / eine Brezel" ist die Antwort derzeit immer Nein, selbst wenn er das Angebot eigentlich doch gern möchte. Die Essmengen sind grad auf ein Minimum runter, da er alles ablehnt was von mir/uns auf den Tisch kommt. Die regulär angebotenen Mahlzeiten lehnt er ab, will dafür ständig unter Geheule und Gegreine Kekse, Reiswaffeln, Butterbreze, Traubenzuckerl, Kabamilch. Alles was vorher gut war, Obst, Salat, Brot, Nudeln, isst er nicht. Reis und Nudeln nur noch ohne Soße, vom Salat nur den Essig, den blanken Mais aus der Dose, Ketchup ohne Wurst, pult den Käse vom Gratin und isst nur das Dekor von den Plätzchen, will das blanke Salz essen ... Nach dem Essen (bei dem er nix wollte) zieht er dann los, kramt Taschen nach Keksen und Traubenzucker durch und fordert das Öffnen des Kühlschranks ein ("Da-auf"). Wobei er sogar das nicht isst, was er selbst auswählt und einfordert. Eigentlich ernährt er sich nur noch von Butterbrot, Milch und Keksen. Wie soll ich vorgehen dass wieder Normalität einkehrt? Ach ja: Er fällt mir nicht vom Fleisch, ist aber auch nicht dick. Zuvor hat er ohne Meckern ALLES vom Tisch gegessen inkl Obst, Salat und alle Gemüsesorten. Fleisch mag er nur sporadisch.


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Liebe „Where2Go“, ich verstehe Sie sehr gut, als Mama haben Sie natürlich den Anspruch Ihren Kleinen möglichst abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Und gerade da macht Ihnen Ihr Junge einen Strich durch die Rechnung. Das ist aber ein ganz typisches Verhalten für dieses Alter. Kinder in diesem Alter schränken Ihre Lebensmittelauswahl oftmals auf wenige Lieblingslebensmittel und diese können auch, zumindest für unsere „Erwachsenenzungen“ sehr abwegig sein (die Vorlieben Ihres Kleinen haben richtig schmunzeln lassen). Ich bin mir sicher hier handelt sich um eine Phase, die sich mit der Zeit wieder legt. Die Natur hat es so eingerichtet und Ihr Junge wird obwohl der Speiseplan für eine vorübergehende Phase etwas einseitig ausfällt, keinen Mangel erleiden. Versuchen Sie das Essverhalten möglichst gelassen zu sehen, versteifen Sie sich vor allem nicht sehr auf Verhalten Ihres Kindes. Freuen Sie sich mehr, dass es Ihrem Sohn gut geht, er sehr aktiv ist und offensichtlich gut gedeiht. Ich kann Sie auf jeden Fall beruhigen. Irgendwann platzt immer der Knoten. Auch Ihr Kind wird seinen Speiseplan wieder erweitern. Bis dahin ist er eben mit so wenig zufrieden. Begegnen Sie dieser Eigenwilligkeit möglichst gelassen, denn Kinder in diesem Alter loten auch ihre Grenzen aus und merken genau was sie anstellen müssen, um die Aufmerksamkeit der Mama auf sich zu ziehen. Stellen Sie also weiterhin eine Auswahl an gesundem Essen auf den Tisch. Schmuggeln Sie Obst und Gemüse in die einzelnen Mahlzeiten. Ganz wichtig ist, dass Sie ganz selbstverständlich mit Genuss von allem essen. Stellen Sie Ihre Sorge für einige Zeit beiseite und bieten Sie das Essen möglichst auf neutrale Weise an. Sprechen Sie nicht drüber und machen Sie sich erst einmal nichts draus, ob Ihr Spatz Gesundes isst. Beziehen Sie den Kleinen immer beim Einkauf und bei der Zubereitung der Speisen mit ein. Lassen Sie ihn Obst und Gemüse aussuchen, ein- und auspacken und z.B. Gemüse- und Obststückchen auf einen Teller legen. Bieten Sie das Essen auch einmal in anderer Form an, schneiden Sie es in lustige Formen oder belegen das Brot als Gesicht. Ihr Junge nimmt genau wahr, was um ihn herum passiert, wie und was Mama und Papa essen. Kinder übernehmen irgendwann das, was ihnen vorgelebt wird. Je weniger Aufhebens Sie machen, desto schneller wird diese Phase sich wieder in eine andere Richtung bewegen. Ich drücke Ihnen die Daumen und wünsche Ihnen viel Gelassenheit und Durchhaltevermögen Anke Claus


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