Mitglied inaktiv
Hallo Frau Klinkenberg, mein Sohn wird Ende Dezember 9 Monate alt und bekommt folgende Mahlzeiten: Morgens: Flasche Aptamil1, zum gemeinsamen Frühstück Brötchen und Saftschorle, Mittags: Gemüse- oder Gemüse-Fleisch-Brei Nachmittags: Getreide-Obst-Brei oder Obst-Keks-Gläschen Abends: zum gemeinsamen Familien-Essen gibt es Brotstücken mit Käse oder Wurst, später Milchbrei oder Flasche zum satt werden Colin ißt bei den Familienmahlzeiten eigentlich nur schon mal übungsweise mit, soweit das geht, bekommt aber hier keine komplette Mahlzeit. Nun meine Fragen: Was darf er schon vom Tisch mitessen, soweit es natürlich entsprechend babygerecht gewürzt ist?? Und muß ich noch Babysäfte kaufen oder reicht auch der Saft, den unsere große Tochter bekommt? Tee trinkt er gar nicht... Woran kann es liegen dass er seit etwa 14 Tagen grundsätzlich beim essen ständig nur rumzappelt und motzt, ja z.T. weint und eigentlich gar nicht so recht essen möchte? Abends ißt er seinen Brei fast gar nicht und die Flasche verweigert er ebenfalls, so dass ich dann aber irgendwann in der Nacht raus muß, weil ihm dann natürlich sein Abendessen fehlt. Möchte er vielleicht schon viel mehr "vom Tisch" mitessen oder liegt es an seinem Entwicklungsschub, den er gerade hat? Oder kann es sein, dass sein erstes Zähnchen drückt, das kam nämlich zu Nikolaus zum Vorschein...:-) Ich bin etwas ratlos, vielleicht haben sie ja eine Idee?! Liebe Grüße Daniela
Veronika Klinkenberg
Hallo Daniela, der Speiseplan Ihres Söhnchens gefällt mir sehr gut. Machen Sie ruhig weiter so und weiten das übungsweise Essen bei den Familienmahlzeiten aus. Ihr Söhnchen gehört nun zu den Großen unter den Babys und darf immer mehr auf das Familienessen umgestellt werden. Brot mit mildem Käse oder Wurst belegt kennt er ja schon. Mittags darf es zur gewohnten Kost gut verträgliches Gemüse und Beilagen geben. Ist kein schonend gegartes Fleisch parat, sind „HiPP Fleischzubereitungen“ ideal. Verzichten sollten Sie vorerst noch auf schwer verdauliche Lebensmittel wie bestimmte Kohlsorten und Hülsenfrüchte, auf scharf angebratenes Fleisch, in reichlich Fett Gebackenes oder Fritiertes sowie auf stark Gewürztes und Gesalzenes. Speziell für Babys und Kleinkinder zubereitete Säfte sind immer noch die sicherste Wahl. Sie werden sehr streng kontrolliert und gelten praktisch als schadstofffrei. Alle von Ihnen aufgeführten Möglichkeiten könnten eine Ursache für das unruhige, motzige, lustlose Verhalten am Tisch sein. Sicher spielen die Zähnchen eine Rolle. Unerklärliches Gequengel ist aber nicht selten auch ein Hinweis auf einen bevorstehenden Entwicklungsschub. Ihr kleiner Schatz wird immer reger und mobiler, vielleicht ist er ungeduldig und unzufrieden mit sich und möchte das Essen schon viel besser beherrschen. Versuchen Sie die Zeichen noch besser zu erkunden und sich nach den Bedürfnissen Ihres kleinen Schatzes zu richten. Schauen Sie was passiert, wenn Sie die Menge mehr in Richtung Familienessen geht. Ansonsten rate ich Ihnen weiter ruhig und gelassen vorzugehen, denn Kinder in diesem Alter merken genau wie sie die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich lenken können und loten ihre Grenzen aus. Nehmen Sie die Mahlzeiten gemeinsam am Tisch ein, bieten Sie eine Auswahl gesunden Essens an, Ihr kleiner Schatz darf daraus auswählen. Eine schöne Weihnachtszeit Veronika Klinkenberg
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