Mitglied inaktiv
Hallo, ich hätte eine Frage bzgl. der Ernährung meiner 1,5 jähriger Tochter: wann kann ich eigentlich den Milchbrei vormittags (ca.8.30) und die Flasche abends (ca. 21.00) -vor dem Schlafengehen- ganz weglassen? sie ist sowieso kaum vom Milchbrei, beim Frühstück (gegen 10.00 Uhr) ist sie einige Stück vom Toast, etwas Käse, Salami s.ä. und vorallem Oliven -liebt sie!! Könnte ich daher den Milchbrei ganz weglassen? Ich bin mir unsicher, da sie nur etwa 3-5 kleine Stückchen isst! Früher hat sie einen ganzen Toast gegessen!! Verändert sich auch die Ernährung? Denn vor einigen Monaten hat sie viel mehr gegessen als jetzt -wenn ich so beobachte finde ich das komisch. Wo sie doch jetzt aktiver ist- geht, läuft, ständig auf den Beinen- müssten sie da nicht noch hungriger werden? Ach ja, sie liebt z.Z. auch Salz-/ Sesamstangen. Das ist ok oder? Sie isst manchmal mehrere Stück am Tag. Vielen Dank vorab für die nützlichen Info's. Beste Grüsse.
Veronika Klinkenberg
Hallo, es freut mich, dass Sie sich mit Ihren Fragen an mich wenden. Die Ernährung ändert sich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal. Das ist ganz normal und gehört zur Entwicklung mit dazu. Sie können den Milchbrei vormittags und das Fläschchen abends vor dem Schlafengehen guten Gewissens weglassen, wenn Sie im Tagesspeiseplan für ausreichend andere Milch und Milchprodukte sorgen. Kinder zwischen einem und drei Jahren brauchen täglich etwa 300ml Milch und Milchprodukte, damit sie ausreichend Calcium für einen starken Knochenaufbau und gesunde Zähne erhalten. Das ist gar nicht so schwer zu bewerkstelligen. Zum Beispiel kann im Rahmen des gemeinsamen Frühstücks bzw. Abendessens ein kleines Glas Milch zum Brot kombiniert, etwas Müesli aus Joghurt bzw. Milch, Getreideflocken und Obst, oder ein Brot mit einer Scheibe Schnittkäse und einem Getränk gegeben werden. Dann würde nachmittags etwas Joghurt ausreichen, um den Milchbedarf zu decken. Anstelle einer Brot-Milch-Mahlzeit oder eines Müesli´s können aber z.B. auch zu einer Mahlzeit Kräuterquark mit Pellkartoffeln, eine Gemüsecremesuppe mit Milch oder ein selbstgemachter Kartoffelbrei die notwendige Milch liefern. Da sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Kleinkindalter ist es gut möglich, dass sich die Nahrungsmenge etwas verringert. Kleinkinder haben nicht mehr das rasante Wachstum eines Säuglings. Außerdem brauchen nicht alle Kinder gleich viel Nahrung: einige werden von Miniatur-Menüs satt, während andere beherzt wie kleine Bauarbeiter essen. Die Grundmenge an Energiebedarf hat in diesem Alter eine enorme Spannbreite haben. Entscheidend ist, dass sich hr Töchterchen mit der Nahrungsmenge, die sie zu sich nimmt, altersentsprechend entwickelt, wächst und entsprechend an Gewicht zunimmt. In diesem Alter entwickeln Kinder ein sehr eigenwilliges Essverhalten. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken, sondern begegnen Sie dem ganz ruhig. Essen Sie immer gemeinsam, bieten Sie eine Auswahl gesunder Speisen an und gehen Sie nicht ausschließlich auf Sonderwünsche ein. Da wären wir schon bei Salz- und Sesamstangen. Natürlich darf die Kleine ein paar von ihren Lieblingsknabbereien bekommen. Diese sollten den Speiseplan aber nicht dominieren, sonst nimmt das den Appetit auf die Hauptmahlzeiten. Sicher gelingt es Ihnen Ihr Töchterchen zu unterstützen und sie entwickelt auf lange Sicht ein gesundes, ausgewogenes Essverhalten. Eine schöne Woche Veronika Klinkenberg
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