DPP
Hallo Frau Neumann Meine Tochter hatte im Dezember ihren 2. Geburtstag. Aktuell klingt gerade eine Erkältung ab und seit zwei Tagen verlangt sie wieder nach Flaschenmilch, die sie seit 7 Monaten nicht mehr hat. Da ihre Trinkmenge gerade knapp ist auf 24 Stunden und sie gesundheitlich etwas angeschlagen ist habe ich ihr Milch gegeben. Unsere Tochter bekommt den Haferdrink, da sie auf Milch immer wieder Durchfall hat. Der Kinderarzt findet das nicht gut ( ? ) & meint das viele Eltern immer Glauben das ihre Kinder eine Unverträglichkeit haben.( ?) Seit einer reichlichen Woche geben wir unserer Tochter morgens einen halben TL weißes Mandelmuss damit sie genügend Calcium erhält. Ist das richtig? Was können sie uns raten bzw. empfehlen? Wichtig zu erwähnen sind wahrscheinlich noch zwei Sachen. 1. Die Trinkmenge hat sich evt. reduziert durch den Wechsel von stark verdünnter Schorle tagsüber zu Wasser und Tee. Vorher hat sie 1Liter täglich getrunken. Jetzt aktuell, ohne den Haferdrink, 600 ml ungefähr. 2. Unsere Tochter hat fast täglich dünne Stühle, meist 2x täglich. Bei direkter Milchgabe oder Grießbrei im Kindergarten kommt anschließend direkter Durchfall. Ich hoffe Ihnen genügend berichtet zu haben für eine erste Antwort. Vielen Dank und liebe Grüsse
Hallo DPP ich muss hier jetzt noch einmal kurz nachhaken... also: du schreibst, dass deine Tochter auf einmal gerne wieder "Milch" aus dem Fläschchen trinken möchte, "die sie seit 7 Monaten nicht mehr hat". Mir ist jetzt nicht ganz klar, ob du deiner Tochter nun Haferdrink oder Säuglingsmilch/Kindermilch gibst. Oder ob das Problem beim Verlangen nach der "Milch" eigentlich oder auch bei der Flasche liegt? Im Rahmen meiner Arbeit hier im Forum Kochen für Kinder kann und darf ich dir leider keinen diätetischen Rat geben. Ich kann dir nur paar allgemeine Infos nennen... Du kannst bspw einmal hier nachschauen: http://www.rund-ums-baby.de/ernaehrung/laktoseintoleranz/ http://www.rund-ums-baby.de/ernaehrung/was-ist-eine-kuhmilcheiweissallergie.htm Und individuelle Fragen rund um das Thema Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten kannst du hier stellen: http://www.rund-ums-baby.de/nahrungsmittelunvertraeglichkeit/ Kuhmilchprodukte sind für Kinder ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Wenn du auf Kuhmilchprodukte komplett verzichten müsstest oder willst, solltest du dich nochmals mit dem KiA zusammensetzen.* Kuhmilch sollte im Speiseplan für Kleinkinder tatsächlich nur nach ärztlicher Absprache ersetzt werden Haferdrink und Mandelmus würden noch nicht ganz optimal ausreichen, um den Calcium-und Nährstoffbedarf zu decken... Möglicherweise gibt es sogar Kuhmilchprodukte, die deine Tochter besser verträgt als reine Milch. Bspw wird (Natur-)Joghurt häufig besser vertragen, oder Käse. Auch H-Milch vertragen viele Kinder besser als Frischmilch, die es allerdings kaum noch zu kaufen gibt . Fast ausschliesslich heute im Kühlregal: ESL-Milch. Allgemein gilt für gesunde Kinder: Dein Kind braucht täglich nur so viel zu trinken (Wasser), wie sie Durst hat. Der tägliche, individuelle Flüssigkeitsbedarf hängt von mehreren Faktoren ab. Die pauschale Empfehlung viel zu trinken, sollte individuell überprüft werden, bspw abhängig vom Wetter, der (sportlichen) Betätigung- sprich toben und klettern, wie hoch der Anteil an fester Kost (bspw Brot, Käse), Salzgehalt der Nahrung, Milchmenge, wie hoch der Anteil Obst, Gemüse, u.v.m Biete deiner Tochter Wasser an. Sie sollte über den Tag verteilt immer mal wieder etwas Wasser trinken. Sie braucht aber keine Unmengen. 600ml Flüssigkeit sind am Tag völlig !!! ausreichend, wenn sie nicht mehr möchte. Welchen Saft hast du eigentlich bisher in die Schorle gemischt? War es vorrangig vielleicht Apfelsaft? Denn Apfelsaft (und Birnensaft) enthält Sorbit, der bei vielen Kindern eine häufige Stuhlfrequenz fördert. Wie viel Obst (Gemüse) isst deine Tochter ausserdem? hier sind nun noch ein paar Fragen, die du, wenn du magst, noch beantworten kannst: seit wann du den Eindruck hast, dass deine Tochter Kuhmilch nicht gut verträgt. Gibt es evtl einen zeitlichen Zusammenhang mit einem konkreten Ereignis? Hat es bspw nach einer Erkrankung angefangen? Oder hast du die Beobachtungen direkt beim Umstieg von Mumi/Säuglingsmilch gemacht? War die Stuhlfrequenz/Stuhlkonsistenz vorher deutlich anders? Hat sich mit der Umstellung auf Kuhmilch bei der Ernährung damals ausserdem etwas verändert? Leidet deine Tochter unter der Symptomatik, d.h. hat sie Bauchschmerzen o.ä.? Welche Milchsorte habt ihr? 3,5% Fettgehalt oder fettarme Milch? H-Milch oder Frischmilch? Wie wird der Grießbrei im Kiga zubereitet und womit wird er serviert? Verträgt deine Tochter die anderen Speisen dort sonst gut? Melde dich einfach noch mal, wenn du magst, bis dann Grüße B.Neumann * ggf müsste das abgeklärt werden bzw es sollte nach Ursachen für die (zu) häufige Stuhlfrequenz gesucht werden, vor allem wenn damit ein zu hoher Flüssigkeitsverlust verbunden ist.
DPP
Hallo Frau Neumann, vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Antwort. Meine Tochter erhält nur den Haferdrink, keine H-Milch oder frische Kuhmilch,Säuglingsmilch. Sie hat bisher nach Milchgaben immer Durchfall gehabt. Das Verlangen nach der Flasche war heute schon wieder weg. Ich denke dieses Bedürfniss lag wirklich an ihrer Erkältung. Meine Tochter ißt Frischkäse, Quark, Käse und Joghurt. Sie mag diese Lebensmittel und sie werden auch täglich angeboten. Die Saftschorle habe ich mit Alnaturasäften gemischt. Meist Mango, ab und an Apfel oder von Rotbäckchen die Lieblingsschorle Waldfrucht. Ich mische 3 zu 1, die 1 ist die Saftmenge. Über den Zeitpunkt der vermuteten Unverträglichkeit der Milch bin ich mir nicht sicher. ich denke es war nach der Beendung von Säuglingsmilchgaben. Ich habe frische Biomilch gegeben, aber auch viel Milch aus dem Tetrapack, mit langer Haltbarkeit. Der Grieß in der Kita wird mit einfacher H-Milch zubereitet. Ich vermute das meine Tochter keine Bauchschmerzen hat nach Milchgaben, da mir bestimmt Symptomatik aufgefallen wäre. Das Essen in der Kita scheint meine Tochter ansonsten gut zu vertragen. Ich erhalte aber auch nicht viele Infos diesbezüglich, da der Betreuungsschlüssel wie wahrscheinlich überall sehr knapp ist. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Denise Sadrich
Hallo Denise ja, so ist doch alles in Ordnung. Möglich, dass es einen Zusammenhang zwischen Trinkmilch und der zügigen Verdauung gibt. Wunderbar, dass die Alternative (Käse, Buttermilch und Co) gut vertragen werden. Die Kuhmilchzufuhr kann selbstverständlich auch durch Joghurt und Käse u.a. erfolgen. Haferdrink kann zusätzlich in den Speiseplan integriert werden. Die täglich empfohlene Menge an Kuhmilch, ca 300ml, kannst du durch folgende Produkte entsprechend ersetzen: 100ml Trinkmilch entsprechen: ca 100g Naturjoghurt, ca 15 g Schnittkäse 30 g Weichkäse zum Vergleich: 250 ml Kuhmilch als Trinkmilch enthält: ca 8g Eiweiß, 300 mg Calcium eine Scheibe (ca 30g) Gouda: ca 8 g Eiweiß, ca 250 mg Calcium 250g Magerquark: ca 230mg Calcium und ca 34 g Eiweiß. 40g Magerquark (ca 1 geh. EL) : 5 g Eiweiß, 35 g Calcium 1 EL (40g) Speisequark mit 20%/40% Fett i.Tr.: ca 4-5g Eiweiß, ca 35 mg : Also dann Grüße B.Neumann
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