Cyclist85
Sehr geehrter Herr Dr. Grewe, meine Frau und ich sind seit letztem Jahr in KiWu-Behandlung aufgrund meines sehr eingeschränkten Spermiogramms (meist 2-3 Mio/ml aber davon teilweise über 60% A+B; Morph 4%). Eine Hormonanalyse bei mir hat außerdem einen stark erhöhten FSH-Wert von 28 ergeben und die Hoden sind auch kleiner als normal. Meine Frau hat bisher zwei Eizellentnahmen hinter sich. Beim ersten Mal konnte eine befruchtete Eizelle transferiert werden, hat sich aber nicht eingenistet und beim zweiten Mal kam es leider nicht zum Transfer aufgrund einer Fehlbefruchtung. Wir stellen uns nun folgende Fragen: 1) Ist es sinnvoll einen DNA-Fragmentationstest meiner Spermien durchzuführen um besserer Chancen zu haben? 2) Sind Zusatzmaßnahmen wie PICSI oder Zymot empfehlenswert um die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen? 3) Bei einer Untersuchung des Spermas war die Leukozytenstix positiv und bei einer anderen Untersuchung die Leukozytenkonzentration über 1 M/ml. Macht es Ihrer Meinung nach Sinn hier weiter nachzuforschen? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen
Hallo, der erhöhte FSH-Wert spricht eher für ein generelles Problem am Hoden als für eine entzündliche Ursache. Dennoch macht eine Überprüfung auf eine mögliche Infektion Sinn. Der DFI kann untersucht werden, die generelle Konsequenz bei auffälligem DFI wäre die Einnahme von Anti-Oxidantien. Diese könnte man auch einfach so substituieren. Je nach Probe könnte man tatsächlich eine PICSI/Zymot-Kammer erwägen, dies müssten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen, da diese nicht bei jeder Probe angewendet werden können. Viele Grüße Christoph Grewe
Cyclist85
Hallo Herr Dr. Grewe, vielen Dank für Ihre Antwort! Hat die Qualität des Spermiogramms denn einen starken Einfluss auf das Ergebnis der ICSI, sodass ich mit einem sehr schlechten Spermiogramm mit unterdurchschnittlichen Erfolgschancen bei der ICSI rechnen muss? Allerdings hatten wir immer 4% Morphologie und nach Aufbereitung mehrere Tausend bis 1 Mio. Spermien mit A Mobilität (DFI wurde noch nicht bestimmt). Oder macht hier eine Tese mehr Sinn? Viele Dank und viele Grüße
Hallo, bei sehr eingeschränkten Spermiogrammen sieht man des öfteren reduzierte Befruchtungsraten. Eine TESE würde ich nur für sinnvoll erachten, wenn keine Spermien gefunden werden oder eben tatsächlich eine stark reduzierte Befruchtungsrate auffällt. Bei A motilen Spermien sehe ich hierfür aber keinen Hinweis. Viele Grüße Christoph Grewe
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