Würfel
Sehr geehrte Fr Prof Dr van der Ven, Da ich seit letztem Mo leichte dunkelbraune Schmierblutungen hatte und ab heute eine frische rote Blutung wie Periode (leicht verzögert durch famenita) , kann ich meine 2. ICSI leider auch als Scheitern verbuchen. BT steht zwar noch an am Mo, aber das ist nur noch pro forma. Ich werde in 2 Monaten 41 und bin sicherlich altersmäßig eine 'Problempatientin' , obwohl mein Blutbild keine Auffälligkeiten aufweist außer einem etwas niedrigen Schilddrüsenwert, den ich mit L-Thyroxin 50 ausgleiche. Schleimhaut war immer im Normbereich, gut aufgebaut. Die jeweils 2 transferierten Embryonen (In 1. icsi 2 Achtzeller an Tag 3, icsi 2 eine Morula und 1 Mehrzeller an Tag 4) , immer zeitgerecht entwickelt und laut Aussagen der Mikrobiologen B Qualität. Ich natürlich Nichtraucher, kein Alkohol seit ca 1 Jahr bzw nie, noch nie schwanger, keine gyn. Probleme bekannt. Keine Vorerkrankungen. Frage: Was sollte ich vor Versuch 3 abchecken? Wo steckt evtl der Wurm drin?
Sie wissen sicherlich, dass der hauptsächliche Faktor der die Schwangerschaftschancen bedingt die Eizellqualität ist. Es handelt sich dabei nicht allein um das Aussehen der Eizelle und ihre Befruchtungsfähigkeit sondern hauptsächlich um die Chromosomensituation der Eizelle. Mit steigenden mütterlichen Alter hat eine zunehmende Zahl von Eizellen Chromosomenanomalien, die kurz vorm Eisprung entstehen und zu einem Entwicklungsstillstand der Embryonen oder frühen Fehlgeburten führen. Es ist einem Embryo in frühen Entwicklungstadien nicht anzusehen ob er eine Chromosomenstörung trägt oder nicht.Die klinische Schwangerschaftsrate pro Embryo liegt aus genau diesem Grunde in ihrem Alter bei ungefähr 9% In ihrem Fall denke ich dass einer ausgedehnte Diagnostik nach dem Transfer von bislang 3 Embryonen noch nicht dringend indiziert ist. Man könnte jedoch die Form der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie) und einige Stoffwechselfaktoren (Insulinstoffwechsel Vitamin D Vitamin B12 etc.) falls noch nicht geschehen untersuchen. Eine Gerinnungsstörung hat keinen Einfluss auf das Einnistungsvermögen der Embryonen. zusätzlich wäre denkbar dass man noch mal eine erweiterte andrologische Diagnostik unternimmt falls noch nicht geschehen.!
Würfel
Ich danke Ihnen herzlich für Ihre ausführliche und aufschlussreiche Antwort. Diese hilft mir auf jeden Fall weiter. Die von Ihnen angeregten Untersuchungen werde ich unbedingt ansprechen. Dass meine Chancen trotz hohen Alters soooo schlecht stehen, war mir nicht bewusst. Mir wurde gesagt pro ICSI und zwei transferierten Embryonen ca 25%. Da ich sehr gesund, normal gewichtig, sportlich und voller Elan bin, dachte ich, Vorteile zu haben. Leider sehen das meine Eizellen wohl anders. Und danke auch für die Aufklärung, in dem frühen Stadium konnte also nicht gesehen werden, ob die Embryonen es schaffen (alles oder nichts!) Ich habe in der Tat etwas hohe Werte an männlichen Hormonen, was das Blutbild bereits aufzeigte. Da ich an nerviger hormoneller Akne leide (v. a. nach Eisprung) , war mir das bereits klar. Mein früherer Gynäkologe meinte allerdings, einer Schwangerschaft stünden diese Werte nicht im Wege... Dieser Befund ist allerdings über ein Jahr alt, Zeit für neue Untersuchungen. Viele Grüße!
Wenn Sie leicht erhöhte Androgene haben sollte theoretisch die Eizellreserve tatsächlich etwas höher sein als im Altersdurchschnitt . Dies wäre doch etwas Positives! Viel Glück!
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