Flaschenverweigerer
Hallo, wir haben seit langem einen unerfüllten 2. Kinderwunsch. Wir waren lange in einer kiwu Klinik, haben diese aber vor ca 1 Jahr abgebrochen weil es zu viel psychischen Druck mit sich bringt. Wir haben nun einen erneuten Anlauf ohne Klinik unternommen und ich habe dann eine Blutung bekommen, diese kam sehr früh, bereits an Zyklus Tag 26. Erst schwach, dann stärker aber nur 2 Tage lang. Dazu habe ich jetzt die Grippe mit hohem Fieber etc . Kann das ganze tatsächlich eine einnistungsblutung gewesen sein? Wäre sie dafür nicht zu stark und lange ? Oder ist meine Periode durch die Belastung der Grippe vllt "abgebrochen"? Über eine Einschätzung würde ich mich freuen Mfg
Guten Tag, Gerne gebe ich Ihnen dazu eine Einschätzung. Vorab – zur sogenannten „Einnistungsblutung“ Aus medizinischer Sicht sind wir sehr zurückhaltend mit dem Begriff der klinisch bemerkbaren Einnistungsblutung. Die Einnistung findet auf mikroskopischer Ebene statt – im Millimeter- bzw. Submillimeterbereich. Die dabei entstehenden Gewebeveränderungen sind so gering, dass sie in aller Regel keine sichtbare Blutung verursachen. Blutungen, die zeitlich um den vermuteten Einnistungszeitpunkt auftreten, sind daher nicht Ausdruck der Einnistung selbst, sondern fast immer hormonell bedingt. Wahrscheinliche Ursache Ihrer Blutung Die von Ihnen beschriebene Blutung: begann an Zyklustag 26 war zunächst schwach, dann stärker dauerte etwa 2 Tage trat zeitgleich mit einer Grippe mit hohem Fieber auf Dieses Muster passt sehr gut zu einer hormonell ausgelösten Abbruchblutung, insbesondere durch: einen Östrogen- und/oder Progesteronabfall eine funktionelle Gelbkörperschwäche oder ein infekt- und fieberbedingtes Zurückfahren der Fortpflanzungsfunktion Bei schweren Infekten schaltet der Körper bewusst in einen Energiesparmodus. Die Aufrechterhaltung einer potenziellen Schwangerschaft hat dann keine Priorität, was zu: einem raschen Hormonabfall und damit zu einer vorgezogenen oder verkürzten Blutung führen kann. Man könnte vereinfacht sagen: 👉 Die Blutung ist Ausdruck einer endokrinen Reaktion auf Stress und Fieber, nicht einer Einnistung. War die Blutung „zu stark“ für eine Einnistung? Ja – wenn man den Begriff überhaupt verwendet, wäre sie: zu deutlich zu lang und in der Dynamik zunehmend für das, was gelegentlich als „Einnistungsblutung“ bezeichnet wird. Das spricht klar gegen eine solche Ursache. Wichtig zur Beruhigung Diese Art von Blutung bedeutet: keinen Schaden keine bleibende Störung und keine Verschlechterung Ihrer grundsätzlichen Fruchtbarkeit Der Zyklus kann sich im nächsten Monat wieder völlig normalisieren. Was Sie jetzt tun können Priorität hat die vollständige Erholung von der Grippe Der nächste Zyklus darf beobachtet werden Ein Schwangerschaftstest ist nur bei anhaltender Unsicherheit sinnvoll, medizinisch aber nicht zwingend erforderlich Zusammenfassung Eine klinisch relevante Einnistungsblutung ist sehr unwahrscheinlich Die Blutung lässt sich schlüssig durch einen hormonellen Abfall erklären Infekt, Fieber und Stress sind dafür klassische Auslöser Wenn Sie möchten, kann ich im nächsten Schritt auch: die Gelbkörperphase grundsätzlich einordnen oder erklären, wann eine Progesteronunterstützung außerhalb der Klinik sinnvoll sein kann – und wann nicht. Ich wünsche Ihnen vor allem rasche Genesung und körperliche Erholung. Und außerdem ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!
Flaschenverweigerer
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Das hat mir sehr geholfen. Nach den Jahren der Kiwu Reise und mehreren Fehlgeburten interpretiert man leider in alles etwas hinein .. Einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele Grüße
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