Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Tripple-Test nach ICSI

Frage: Tripple-Test nach ICSI

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Hallo, mein Name ist Heike, ich werde nächsten Monat 35 Jahre alt. Meine Situation ist folgende: Ich habe einen Uterus bicornis duplex und nur 1 Niere. Durch ICSI habe ich bereits einen gesunden 2 Jahre alten Sohn und bin nun wiederum durch ICSI schwanger in der 13. Woche. Der Schwangerschaftstest war zunächst nicht eindeutig positiv, zudem hatte ich von Anfang an Blutungen bis zur 9. Woche. Bis zur 11. Woche habe ich vaginal 3X2 Utrogest eingenommen. (Gleiches in der 1. Schwangerschaft) Vor ein paar Tagen habe ich einen Tripple-Test gemacht (warum auch immer). Dieser fiel sehr schlecht aus mit einer Down-Syndrom-Wahrscheinlichkeit von 1:27. Die Nackenfaltenmessung war allerdings vollkommen o.k., so dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht hat auf 1:37 (immer noch schlecht). Mein Arzt rät mir natürlich zu einer Fruchtwasseruntersuchung, die für mich wegen des zu hohen Risikos jedoch nicht in Frage kommt. Meine Frage nun: Ist dieses Ergebnis überhaupt relevant, da ich ja lange Zeit Hormone zur Stimulation zu mir genommen habe und bis zur 11. Woche Utrogest. Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Dr. Klaus Bühler

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Liebe Heike, was Sie da machen, nennt man Vogel-Strauß-Politik. Sie haben, und bei all den Vorerkrankungen war dies nur vernünftig, durch den III-Test versucht, das statistische Risiko für eine chromosomale Erkrankung Ihres zukünftigen Kindes enger zu fassen. Nun haben Sie ein Ergebnis, das Ihnen nicht paßt, und wollen es wegdiskutieren. Natürlich steht Ihnen dies vollkommen frei, so zu handeln. Natürlich kann man berechtigter Weise sagen, daß dieser III-Test ja nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung darstelle, keine Diagnose. Stimmt. Aber warum veranlasen und bezahlen Sie dann diesen Test, wenn Sie doch keine Konsequenzen daraus ziehen wollen? Auch verstehe ich, wenn Sie sagen, daß eine FW-Untersuchung für Sie deshalb nicht infrage komme, da Sie die Konsequenz daraus - ein SS-Abbruch bei Bestätigung einer schweren Krankheit des Föten - aus Gründen, worüber Sie niemandem Rechenschaft gegenüber ablegen müssen, dies ist einzig und allein Ihre ganz persönliche Entscheidung, daß Sie also eine solche Konsequenz nicht ziehen können. Dafür haben Sie mein vollstes Verständnis. Aber bitte verlangen Sie nicht von uns, Ihnen nur nach dem Mund zu reden. Das Ergebnis ist RELEVANT. Nur, was es für Sie persönlich bedeutet, liegt in Ihrer Entscheidunmg. Gruß KB


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