Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bühler, wir (w 36 und m 48) stehen kurz vor unserem 2. ICSI Versuch. Bei mir selber ist nur noch ein Eileiter vorhanden (Eileiterschwangerschaft), außerdem ist mein AMH auf 0,5. Ich habe einen gesunden Jungen (10 Jahre) aus vorhergehender Partnerschaft und neben der Eileiterschwangerschaft leider auch 4 Fehltgeburten gehabt. Das Spermiogramm meines Mannes weist eine eher gringe Spermienzahl auf, mit eingeschränkter Beweglichkeit. Nach Aufbereitung waren aber immer genug gesunde Spermien für die jeweiligen Behandlungen vorhanden. Mein Mann ist privat, ich gesetzlich versichert. Insofern wandten wir uns zwecks Kostenübernahme an seine Versicherung. Nach 3 vergeblichen Inseminationsversuchen, starteten wir im Oktober 2009 die erste ICSI. Downregulierung erfolgte mit langem Protokoll, täglich 0,5 Profact. Zur Stimulierung gab es dann täglich 3 Ampullen Menogon und 0,7 Profact. Das Ergebniss waren leider bei Eizellentnahme lediglich 4 Folikel, wovon sich 2 befruchten und einsetzen ließen. Leider war das Ergebnis dann nicht schwanger. Aufgrund dieser wenigen Folikel und meinem schlechten AMH Wert verweigert uns nun die private Versicherung weitere Versuche. Mit einem guten RA im Rücken wurde unserseits Klage eingereicht. Da mir aber die Zeit davonläuft starten wir nun den 2 Versuch und müssen das Geld erstmal vorstrecken. Beim 2. Versuch möchte meine Ärztin die Selbe Medikamentengabe, wie beim ersten Versuch geben. Meine Frage, wäre eine Änderung der Medikation oder Steigerung nicht sinnvoll in Anbetracht der gering gewonnenen Follikelzahl? Auch unter Anbetracht der versuchten Kostenübernahme weiterer Versuche durch die Krankenkasse, müssen wir versuchen en möglichst positives Ergebnis zu erzielen. Mit Grund der Absage waren eben auch die geringe Folikelanzahl im letzten ICSI Versuch. Im Ganzen geht es im KLageverfahren darum, dass ein unabhängiger Gutachter entscheien muss, ob eine mindestens 15%tige Chance auf Schwangerschaft besteht. Schätzen Sie die Chancen auf über 15 Prozent?
Hallo Bema, zu Ihren Ausführungen gibt es einige Kommentare: Aufgrund dieser wenigen Folikel und meinem schlechten AMH Wert.... - wann wurde dies gemessen??? Wenn unter Profact, dann bitte ohne medikamentöse Beeinflussung wiederholen lassen, z.B. Tag 3 der Blutung [auch wenn es heißt, dass es den gesamten Zyklus über gemessen werden könne!] - Da mir aber die Zeit davonläuft starten wir nun den 2 Versuch und müssen das Geld erstmal vorstrecken. Beim 2. Versuch möchte meine Ärztin die Selbe Medikamentengabe, wie beim ersten Versuch geben. Meine Frage, wäre eine Änderung der Medikation oder Steigerung nicht sinnvoll in Anbetracht der gering gewonnenen Follikelzahl? - Ich steigerte die Dosierung durch zusätzliche FSH-Gaben. Auch unter Anbetracht der versuchten Kostenübernahme weiterer Versuche durch die Krankenkasse, müssen wir versuchen en möglichst positives Ergebnis zu erzielen. Mit Grund der Absage waren eben auch die geringe Folikelanzahl im letzten ICSI Versuch. Im Ganzen geht es im KLageverfahren darum, dass ein unabhängiger Gutachter entscheien muss, ob eine mindestens 15%tige Chance auf Schwangerschaft besteht. Schätzen Sie die Chancen auf über 15 Prozent? - Dazu sind eben noch mehr Angaben nötig: Ganz wichtig AMH (s.o.), dann FSH-Wert zu Zyklusbeginn (Tag 3) und die Zählung kleiner Follikel in dieser Phase. All diese Angaben können auch dem Gutachter helfen, Ihre Chancen besser einzuschätzen. Ein BGH-Urteil besagt, dass die Chancen > als 15% pro Transferzyklus betragen müssen. Das ist i. allg. schon von Ihrem Alter her gegeben. Ggf. erhalten Sie auch weitere Informationen beim BRZ (www.repromed.de) Viel Erfolg, Ihr KB
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