Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wiedereinnässproblematik seit knapp einem Jahr

Frage: Wiedereinnässproblematik seit knapp einem Jahr

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SgHr Dr. Posth, mein Sohn (4) war mit 2 J. 5 M tagsü trocken, nachts 6 M später. Nun nässt er seit ca. 1 Jahr ein. Mal geht er tags nicht rechtz z. Toi. (tröpfelt etwas in Unterhose), mal geht es mehrere Tage gut. Nun nässt er jedoch seit einigen Wo regelm. nachts ein. Er wird meistens zwar wach, traut sich dann aber nicht raus, obwohl wir deswg nie geschimpft haben (Abends soll er nicht ständig rauskom, sondern rufen u wir gehen dann zu ihm.) Nun ist es gleich 2x passiert, 23 u 4 Uhr. Er trank i d Nacht nichts. Die Windel verweigert er strikt. Was tun? Regelm. wecken, auf Toi setzen? Wir schimpfen nicht, geben ihm einfach frische Wäsche, er schämt sich dennoch. Org Urs ausgeschlossen, psy nicht leicht identifizierbar. Fröhliches, beliebt. selbstsich. Kind, fühlt sich i Kiga wohl. Wie kommen wir d psy Urs auf die Spur? Im Kiga nässt er geleg beim Mittagsschlaf ein, obw er nicht schläft u auch zur Toi kann. Erz hat mit ihm geschimpft, weil er das Bett nass macht u dabei wach ist. DANKE!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Einnässen am Tag Hallo, das Wiedereinnässen ist dann eine häufige Folge, wenn der Impuls, trocken und sauber zu werden anfangs nicht vom Kind selbst gekommen ist, sondern das Ergebnis einer erzieherischen Maßnahme. Es genügt dann nur ein kleiner Konflikt und -im Sinne der Regression (s gezielter Suchlauf)- geht das Einnässen wieder los. Da die Kinder aber den sozialen Fortschritt für sich behalten wollen, verweigern sie jetzt die Windel. So gibt es in solchen Fällen eigentlich nur die Lösung, die Kinder regelmäßig auf Toilette zu schicken (Schick-Prinzip), und zwar anfangs alle 2 Stunden, damit die Unterhose auch 100% trocken bleibt und das Kind diese Aufforderung als lästig empfindet. Begründung für das Kind: ständig nasse Unterhosen wollen gewaschen werden und machen Arbeit. Strafen sind absolut entbehrlich, wie auch Beschimpfungen und Ächtung. Das ganze Gesehen muss versachlicht bleiben! Denn das Kind ist durch sein Missgeschick schon selbst beschämt genug, kann es aber aus Gründen des Trotzes nicht mehr abstellen (2- und 3-Mächtekonflikt, s. Langtext, Teil 3, link obne links). Die Schickabstände können bei Trockenheit auf 3 Stunden reduziert werden. Meist aber geht dann das Kind wieder freiwillig auf die Toilette. Viele Grüße PS: für die Nächte gibt es vorerst wieder eine Windel, notfalls als (teureres) Windelhöschen.


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