Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr., meine Tochter ist 28 Monate alt. Sie will nicht hören, wie halt alle Kinder in diesem Alter. Ich ermahne sie jedesmal, wenn sie was nicht in Ordnung gemacht hat. Z.B. hat sie schon 4 mal die Wand mit ihren Holzsiften angemalt. Obwohl ich geschimpf habe und sie ermahnt habe in ihr Zimmer zu bleiben, nimmt sie mich nicht ernst, übrigens auch ihren Vater nicht. Sie macht es einfach wieder. Zu guter letzt hat sie sogar unser Auto mit einem Stein zerkratzt und meinte sie hätte nur gemalt. Nun weiß ich echt nicht mehr wie ich reagieren soll. Ich bin ziemlich sauer geworden und hab ihr auf dem Po gehauen. Sie hat geweint und wollte das ich sie tröste. Ich habe ihr dann erklärt, warum ich das gemacht habe. Ich weiß manchmal echt nicht mehr weiter mit ihr. Nachdem ich ihr den Po gehauen habe, war sie sehr einsichtig. Aber muß das sein. Wie hätte ich besser reagieren können? Danke schonmal! Grüsse Nevia
Liebe Nevia, dass Ihre Tochter so schlecht auf Sie hört, liegt wohl daran, dass Sie zu hart und zu autoritär mit ihr umgehen. Je mehr Unerbittlichkeit und Strenge die Eltern ihrem Kind gegenüber zeigen, desto aufmüpfiger wird das Kind. Das Problem, das man dann mit seinem Kind hat, ist hausgemacht. Wenn man dann sein Kind auch noch schlägt, auf den Po schlagen sind auch Schläge! (ob es weh tut oder nicht), dann darf man sich nicht wundern, wenn das Kind eines Tages zurück schlägt, oder andere schwächere Kinder schlägt. Immerhin ist man noch Vorbild für sein Kind. Gottseidank ist das Schlagen von Kindern inzwischen gesetzlich verboten! Aber Sie und Ihr Mann? solten sich aus Einsicht ändern und nicht aus Unterwerfung unter ein Gesetz. In meinem Suchlauf gibt es ein Stichwort, das lautet: Regelkonzept und Grenzsetzung. Da können Sie sehr viel darüber lesen, was Sie besser machen können und wie Sie am besten vorgehen. Im konkreten Fall könnten Sie Ihre Tochter sagen, dass die Holzstifte solange verschwinden, bis sie bereit ist, nur noch auf Papier zu malen und nicht mehr an die Wände. Sie sollten Ihre Tochter auch deutlich ermahnen, dass das Anmalen der Wände nur der Anstreicher macht und nicht die Kinder. Sie können aber auch einen Wand im Kinderzimmer (falls vorhanden) freigeben zum Bemalen usw. Das Verkratzen des Autos war sicher ein Unverständnis Ihrer kleinen Tochter über die Verhältnismäßigkeiten von Stein und Lack. Dass sie aber überhaupt das Auto als Objekt gewählt hat, spricht für sich. Eine gewisse Provokation verbirgt sich schon dahinter, was dafür spricht, dass Sie dringend etwas im Eltern-Kind-Verhältnis zum Guten ändern müssen. Was wäre mit einer Beratungsstelle für Erziehungsfragen (kostenlos)? Viele Grüße
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