Vivi06
Hallo, mein Sohn ist 34 Monate alt. Er ist seit dem 2. Geburtstag in der Krippe vormittags. Er ist ein zurückhaltendes, schüchternes Kind. Aber trotzdem aufgeweckt und freundlich und neugierig. Er spielt wenig aktiv mit anderen Kindern, eher nebenher und beobachtet auch viel. nun wurde mir in der Krippe berichtet, dass er aus dem nichts scheinbar andere Kinder haut. Er ist momentan mit Abstand der größte in der Krippe. Er sieht wohl oft die Erwachsenen als Spielpartner an. zu Hause baut und beißt, kratzt er nicht. Natürlich gibt es Momente in denen er bockig ist und seinen Willen bekommen möchte, aber da schreit er meistens er mal laut oder sagt nein und ist bockig. woran könnte es liegen, dass er in der Krippe (angeblich) aus dem nichts andere Kinder haut? beim Kindertreff geht er Situationen in denen er gehauen wird etc. eher weg etc. Auch da kann hauen nicht beobachtet werden. was kann ich tun?
Guten Tag, das Verhalten Ihres Sohnes ist nicht ungewöhnlich. Obwohl er Situationen, in denen ihm Aggressionen begegnen meidet, bedeutet das nicht, dass er keine aggressiven Strebugen hat. Diese gehören zum Menschen. Gerade schüchterne Kinder nutzen schon mal Situationen, in denen sie überlegen sind, um Aggressionen abzuführen. Ihr Sohn muss seine aggressiven Impulse erst kennenlernen, um sie dann besser steuern zu können. Er hat gemerkt, dass er in der Krippe der Größte und daher vermutlich auch Stärkste ist. Diese Situation nutzt er nun für sich. Sie können dagegen wenig tun, weil Sie nicht in der Krippe sind. Ermahnungen und Appelle nutzen in diesem Alter noch nichts. Sie sind vergessen, sobald ein Kind einen starken Impuls verspürt. Die Erzieher/innen sind vor Ort und haben die Aufgabe, pädagogisch auf Ihren Sohn einzuwirken. Möglicherweise könnte es helfen, wenn Ihr Sohn mit fast drei Jahren in eine Gruppe mit mehr Gleichaltrigen käme. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
Vivi06
Vielen Dank für die Antwort Frau Henkes. Das wirkt sehr schlüssig. Und es beruhigt mich. Eine Erzieherin hat uns schriftlich im Jahresendgespräch dazu aufgefordert, dass unser Kind dringend in einem SPZ vorstellig werden soll und das sehr Verhaltensauffällig wäre. Sie könnten ihn nicht verstehen und sich das nicht erklären warum es vorkommt. Sie sagt es kommt nicht täglich vor. Und wenn sind es 2-3 Minuten wenn er nicht gut drauf ist. Im drei Monaten wechselt er in eine Kindergartengruppe. Würden Sie es einfach abwarten wie es im Kindergarten läuft? Oder im SPZ vorstellig werden? Da sehen wir ehrlich gesagt keine Veranlassung aktuell. Da es sonst keinerlei Auffälligkeiten gibt. Danke Ihnen.
Guten Tag, Sie entscheiden, ob Sie Ihren Sohn im SPZ vorstellen. Ich kann nicht erkennen, warum man ein Kind, das an manchen Tagen für ca. 2-3 Minuten andere Kinder angreift, als sehr verhaltensauffällig bezeichnen müsste (auch wenn die Erzieher/innen den Grund für das Verhalten Ihres Sohnes nicht erkennen). Vermutlich können Sie den Wechsel zum Kiga abwarten, eventuell sogar beschleunigen, um Ihren Sohn aus der unguten Situation herauszuholen. Es könnte sich als hilfreich erweisen, Ihre/n Kinderarzt/ärztin deswegen anzusprechen. Alles Gute Ingrid Henkes
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