Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Vorsichtig und ängstlich (1,5 Jahre)

Frage: Vorsichtig und ängstlich (1,5 Jahre)

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Mein Sohn ist immer sehr ängstlich und vorsichtig. Ich brauche keine Angst haben, dass er etwas vom Tisch schmeißt, an z.B. eine Treppe geht oder etwas gefährliches (soweit er es versteht) anfasst. Wenn er etwas neues kennen lernt, kuschelt er sich bei mir an und schaut sich an, wie ich damit umgehe, bevor er es selber in die Hand nimmt. In der Krabbelgruppe bleibt er bei mir, turnt etwas auf mir herum und versucht mich zu einem interessanten Spielzeug zu ziehen. Wenn ich nicht mit ihm dorthin gehe, geht er auch nicht. Wenn er neben mir spielt und sich andere Kinder annähern, weint er. Als Zusatzinfo: Mein Freund und ich kümmern uns beide gleich intensiv um ihn. In letzter Zeit ist mein Sohn aber immer mehr auf mich fixiert, ich stille ihn noch. Er ist in seinem Leben schon 5 Mal zwischen Spanien und Deutschland umgezogen, jeweils immer mit uns in die Häuser der Großeltern: das letzte mal vor einem Monat. Wie könnten wir ihm seine allgemeine und soziale Ängstlichkeit etwas nehmen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es mag sein, daß Ihr Sohn etwas ängstlich veranlagt ist. Das viele Umziehen hat diese Veranlagung dann noch stärker ausgebaut. Kinder fremdeln auch bei unbekannten Orten. Zwar bleiben die Personen gleich und so bleiben wenig ängstliche Kinder unbedingt unbeschadet, aber bei den ängstlichen Typen kann das schwierig werden. Ihr Sohn befindet sich aber offensichtlich noch ziemlich stark in der Mutter-Kind-Dyade und damit in der primären Bindung. Deshalb ist er in der Gruppe so fixiert auf Sie. Das fortgesetzte Stillen macht seine Loslösung schwierig. entsprechend verhält er sich. Und Ihr Mann hat im Moment wenig Chancen, ihn "zu sich hin zu ziehen zwecks Loslösung". Zwei Konsequenzen ergäben sich aus dieser Analyse: erstens sollten Sie das Stillen langsam beenden und zweitens sollte Ihr Mann mehr und mehr versuchen, gemeinschafltiche Aktionen mit seinem Sohn zu starten. Viele Grüße


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