Mitglied inaktiv
Meine Tochter (21 Mte.) kriegt Mitte Juni einen Bruder. Bisher war sie immer brav (keine Großeltern etc. da), aber jetzt ist sie immer so überdreht, wird beim Spielen m. Papa z.B. grob, schlägt ihn+lacht sich kaputt dabei o. zieht mir an den Haaren, hüpft auf mir rum etc. Egal was wir sagen, sie lacht nur+macht weiter. Wollten sie desh. aber nicht schlagen. Hunde werden an den Haaren gezogen, Katzen kriegen Tritt etc. Gestern waren 2 Kinder (5+3) hier, mit denen sie schön gespielt hat+dann wieder anfing, sich an ihnen festzukrallen, o. nach ihnen zu schlagen. Dies passiert vor allem, wenn sie müde wird. Was kann ich tun? Sollte ich sie besser in den Kiga tun? Wollte das aber nicht direkt vor/nach der Geburt vom Geschwisterchen machen wegen evtl. Neid? Daheim ist alles langweilig, sie will nur "adda". Die Nächte sind auch ein Horror zur Zeit. Wenn sie aufwacht, keine Chance, daß sie weiterschläft, auch nicht in unserm Bett, nur Brüllen, 2 Stunden wach sind keine Seltenheit.
Hallo, mit den von Ihnen gemachten Angaben kann ich mir von der Entwicklung Ihrer Tochter noch kein Bild machen. Überdreht sind Kinder schon mal leicht, vor allem abends, wenn sie müde werden, aber innerlich noch keine Ruhe finden könne. Für solche Kinder ist ein rechtzeitiges Abschalten notwendig, verbunden mit dem Übergang in ein liebevolles Abendprogramm und Einschlafritual. In der Freude darauf, dass ein Elternteil dann noch geduldig am Bett sitzt, etwas erzählt oder Lieder singt, fällt es Ihnen nicht schwer, ins Bett zu gehen. Die von Ihnen erwähnten Dressurmethoden an Tieren haben beim Menschen nichts zu suchen. Ist das etwa Ihre Vorstellung von Erziehung? Oder wollten Sie sich davon ausdrücklich abgrenzen? Natürlich werden Kinder auch nicht geschlagen, nicht deswegen und auch nicht wegen größerer Vergehen. Kinder zu schlagen ist heutzutage gottseidank strafbar. Sicher ist es richtig, die Ankunft eines Geschwisterchens nicht mit der Kindergartenaufnahme des älteren Kindes zu verbinden. Wegen der "Horrornächte" sollten Sie mir unbedingt noch einmal schreiben oder sich an eine Beratungsstelle für Erziehungsfragen wenden, die es in jeder größeren Stadt und Gemeinde als kostenloses Angebot gibt. Viele Grüße
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