Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verbieten

Frage: Verbieten

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Hallo, eine Frage zu meiner Tochter (18 Monate). Wenn ich ihr Dinge verbiete, z.B. Schränke aufmachen, interessiert sie es überhaupt nicht. Ich fasse sie dann an den Händen, schaue ihr in die Augen und erkläre es warum ich dies nicht möchte und drohe auch mit Konsequenzen (z.B. wenn sie es nochmal macht, dann muss sie in ihr Laufställchen). Wo sie dann auch meistens landet- das Ding steht direkt in meiner Nähe. Sie weint dann aus ZOrn und nach ca einer Minute nehme ich sie dann auch wieder raus.ISt dies so in Ordnung, darf ich bei ihr solche Konsequenzen einsetzen oder ist sie noch zu jung dafür? Vielen DAnk für ihre Beantwortung!


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, ein Kleinkind dieses Alters beginnt erst, die Botschaft bzw. Aussage des "Nein!" und des Verbietens zu verstehen. Von Natur aus versteht es das Kind nicht! Um aber diese Regelnorm zu verstehen, muß es den Anlaß immer wieder durchspielen. Denn nur durch Spielen lernt das Kleinkind wirklich. Es ist also nicht nur falsch, auf die "Mißachtung" des Verbots Strafen folgen zu lassen, sondern auch noch schädlich. Die einzige zulässige Reaktion Ihrerseits wäre die Verhinderung oder der drohende Blick. Verhinderung geht einzig dadurch, daß alles Wertvolle und Zerbrechliche in der Wohnung aus der Reichweite des Kindes entfernt wird. Drohen soll nur mimisch ausgeführt werden und dem Kind zeigen, daß hier das Spiel ein Ende hat, und die Regel zu befolgen ist. Die einzige Konsequenz besteht darin, notfalls Kind und Gegenstand voneinander zu trennen. Im Suchlauf unter dem Stichwort "Nein-sagen" müßte es weitere Antworten geben. Viele Grüße


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