Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, unsere Tochter wird in der nächsten Woche 1 Jahr alt. Ende Februar möchten mein Mann und ich für eine Woche verreisen, unsere Tochter wird dann von Oma und Opa bei uns betreut. An ihrem Tagesablauf möchten wir auch nichts ändern, d.h. sie wird wie gewohnt in den Kindergarten gehen, schläft im eigenen Bett usw. Ich weiß allerdings nicht, wie die Verabschiedung verlaufen soll. Sollen wir einfach am Morgen weg sein, wenn sie aufwacht, so daß sie direkt von der Oma aus dem Bettchen geholt wird? Oder ist es besser, "offiziell" zu gehen und sie uns nachsehen zu lassen? Je näher der Termin rückt, umso mehr habe ich Bedenken, ob es für die Kleine überhaupt zumutbar ist, (zumindest) die Mama zu entbehren. Hilft dann ein gleichgebliebener Tagesablauf? Gibt es weitere Dinge zu beachten? Vielen Dank! Bettina
Liebe Bettina, der gleichbleibende Tagesablauf hilft sicher, wenn die Großeltern von Ihrer Tochter als Ersatzeltern auch anerkannt sind. Wenn man selbst weggeht und das Kind hinterher sehen und winken läßt, kann es in dem Moment, in dem Man von der Bildfläche verschwindet zu einer traumatischen Reaktion kommen (Trennungs- oder Verlustangst). Besser ist eigentlich immer die umgekehrte Konstellation: das Kind geht mit der Person weg (die es als Ersatzbezugsperson akzeptiert!), und der Andere bleibt zurück. Einfaches Wegsein wird prinzipiell leichter verkraftet, der entscheidende Moment tritt aber dann auf, wenn eine Situation eintritt, in der das Kind die Mutter oder den Vater braucht, und merkt, daß diese nicht verfügbar sind. Dann entscheidet sich, ob die Ersatzbezugsperson angenommen wird oder nicht. Da ist man dann aber meist schon weit weg. Also muß die Oma oder der Opa schon eine feste Größe im Bewußtsein des Kindes sein. Viele Grüße
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