Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verabschieden

Frage: Verabschieden

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Lieber Herr Posth, 1.unsere Tochter ist 27 Monate.Ich arbeite 1-2x die Woche .bis jetzt habe ich mich immer "rausgeschlichen".Aber seit kurzem kommt sie manchmal aus dem Zimmer und sucht mich weinend,obwohl ich da bin.ich glaube sie denkt ,ich bin mal wieder "heimlich " weggegangen. Soll ich mich lieber verabschieden?Dann weint sie aber.Wie dann verhalten?Trotzdem gehen oder trösten und dann wegschleichen? 2.In vier wochen muß ich als Urlaubsvertretung 1x 7 Tage arbeiten.kann das in diesem Alter ein Problem werden? 3.was meinen Sie mit Loslösungsvorbild durch den Vater? Heißt es das sie sieht,das er sich von mir verabschiedet,als Vorbild?entschuldigung für die dumme Frage,aber es ist mir nicht ganz klar. Danke Nis


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Nis(?), Loslösung beinhaltet nicht das Vorbild zur Verabschiedung, sondern Loslösung bedeutet Bindung an eine zweite Person, um die enge Festlegung des Kindes auf die Mutter (selten auch Vater) zu überwinden. Daß Ihre Tochter sie manchmal weinend sucht, obwohl sie bei ihr zu Hause sind, bedeutet, daß sie Sie auch schon mehrfach gesucht hat, als sie nicht da waren. Und da hat sie dann Angst bekommen. Wer ist denn nu eigentlich die Person, die Ihre Tochter während Ihrer Abwesenheit betreut? Ist diese denn ein zuverlässiges und akzeptiertes Loslösungvorbild oder eine solche Ersatzbezugsperson? Läßt sich Ihre Tochter denn vom Vater trösten und beruhigen? Das also wäre die Voraussetzungen für ein Gelingen der Loslösung. Wenn Sie dann das Haus verlassen müssen, wäre es besser, die Betreuungsperson ginge vorher kurz mit Ihrer Tochter weg, um dann zurückzukehren, wenn Sie bereits fort sind. Diese Form der Trennung erleichtert den Kindern den Abschied erheblich. Viele Grüße


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