Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, ich beobachte z.Z. bei meinem Sohn folgendes: Er drückt z.B. auf einen Knopf an einem Spielzeug, woraufhin eine bestimmte Musik ertönt. Er verzieht das Gesicht und weint oder weint fast, ich stelle also die Musik schleunigst ab oder zeige ihm, wie er sie ausstellen kann, was er dann auch tut. Ein paar Minuten später drückt er aber genau diesen Knopf wieder und ist genauso schockiert wie beim ersten Mal. Dies kann sich etliche Male wiederholen. Wie ist sein Verhalten entwicklungspsychologisch zu erklären? (Das gleiche Phänomen tritt in vielen anderen Situationen auf, z.B., wenn er eine Kugel in ein Gefäß wirft, aus dem er sie nicht mehr herausbekommt o.ä.) Vielen Dank für die Antwort!
Hallo, Kleinkinder möchten lernen und das geschieht im Spiel und in der ständigen Wiederholung. Für lustvolle Prozesse ist das gut verständlich, weil man das Schöne gerne wiederholt. Für weniger lustvolle Ereignisse gilt aber dasselbe Prinzip. Also auch der "erschreckende" Vorgang der jaulenden Spielzeugmusik muss ständig wiederholt werden, bis er begriffen ist. Kritisch rational lässt sich dagegen nicht angehen. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Extreme Wutanfälle und Verlustangst
- Kleinkindkurs 1 Jährige - Frage zur sozialen Entwicklung
- Lügen
- Ab wann kann ich meinem Kind Bedürfnisse von anderen erklären, ohne, dass er sich dafür verantwortlich oder schuldig fühlt?
- Kleinkind 28 Mo erzählt dass sie i.d. Krippe geschlagen wird…
- Windeln
- Sohn 4,5 Jahre entwicklungsgefährdet?
- Sohn will nicht hören
- Tochter (8) schläft sehr schlecht
- Verhalten unseres 4,5Jährigen