Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

unsichere bindung hilfestellung

Frage: unsichere bindung hilfestellung

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Guten Tag, ich habe eine 12 Mon. alte Tochter,Anna.Entw.-eckdaten: 6 Mon. gestillt, bis 8 Mon. nur Betreuung durch Mutter, Vater, gelegentl. Oma, bis dahin keine Sorgen völlig norm. Entw. Dann habe ich meinen Beruf wieder aufgenommen. Anna während des Vormittags bei Oma. Wir wohnen im gleichen Haus. Anna schläft immer in ihrem Bett,ist viel in unserer Wohnung. Wir leben praktisch wie eine Großfamilie mit Mama, Papa, Oma u. Opa zusammen. Alle kennen genau den Tagesablauf u. halten sich daran. Alle gehen gleich liebevoll und einfühlsam mit ihr um. Anna hat daher zu allen 4 Personen eine, denk ich, gute Bindung. Ich habe mir jeden Tag mindestens eine halbe Stunde, abseits von Wickeltisch/Bett, zum Kuscheln Zeit genommen. Das hat Anna auch immer genossen. Seit einigen Wochen möchte sie nicht mehr mit uns kuscheln. Stattdessen zieht sie sämtliche Kuscheltiere vor. Ist das eine norm. Entw., od. deutet das auf Unsicherheit hin. Die Betreuung wurde sehr sanft eingeführt. Bitte Rückmeldung. :)


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, so, wie Sie die bisherige familiäre Entwicklung schildern, müßten Sie von einer sicheren Bindung bei Ihrer Tochter ausgehen dürfen. Ein sicher gebundenes Kind beginnt im Laufe des zweiten Lebensjahres bald mit der Loslösung. die Loslösung ist jedoch mit gewissen Unsicherheiten verbunden. Ich vergleiche diesen Übergang gerne mit dem Wechseln von einem Boot in das andere mitten auf dem Wasser. Verständlicherweise sucht sich ein Kind irgendwo sicheren Halt. Den besten Halt geben Übergangsobjekte, bzw. das Übergangsobjekt(s. gezielter Suchlauf). So etwas scheint ihre Tochter gerade zu tun. Ein kleines Problem könnte in diesem Zusammenhang die Vielzahl der potenziellen Bezugspersonen sein. In der Regel entkommt das Kind dieser Schwierigkeit duch Ausbildung einer Bindungshierarchie. Nun kommt für Ihre Tochter die Tatsache, daß sich die Mutter für einige Zeit am Tag von ihr verabscheidet und sie auf die neuen Bezugspersonen angewiesen ist. Der Vater sollte idealerweise die Loslösungs-Bezugsperson sein. Ist er das? Sonst hat Ihre Tochter manche Probleme. Vielleicht konzentriert sie sich deswegen jetzt so stark auf die Kuscheltiere. Die klare Definition der neuen Bezugsperson zur Loslösung könnte der Schlüssel für ihr Verhalten sein. Viele Grüße


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