Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, ich habe heute keine direkte Frage, würde Ihnen aber gerne etwas schreiben, das mir auf der Seele brennt.Unser Sohn (10,5 Mon) fremdelt seit er 4 Mon. ist, inzw. nur noch manchmal.Nach einer kurzen Aufwärmphase ist er auf unserem Arm immer sehr lustig & lacht alle an. Er zeigt jetzt auch sehr deutlich was er will u. zu wem er will (oder auch nicht will), was wir sehr gut finden u. auch unbed. respektieren möchten.Nun wollte mein Vater an Ostern, dass ich ihn meiner Tante gebe (für ihn eine Fremde).Da er deutl. gezeigt hat, dass er das nicht will habe ich ihn bei mir behalten, was auf ziemliches Unverständnis (+Verärgerung) gestoßen ist.Unsere verwandten zeigen uns deutlich dass sie finden, dass wir übertreiben u "spinnen".Wir stehen voll zu unserer Sichtweise+möchten unserem Sohn sein Nähe/Distanz-Bedürfnis bewahren, aber es ist irgendwie deprimierend, dass das keiner versteht u. desw. beleidigt ist.Zum Glück sind wir durch Ihr Buch&Ihr Forum sehr gestärkt:-)Dke
Hallo, ja, Sie haben Recht. Unsere Gesellschaft ist noch immer sehr wenig vorbereitet auf den respektvollen Umgang mit Kindern. Das hat Auswirkungen bis in die Politik! Da die Kinder aber nur eine einzige wirkliche Lobby haben, nämlich ihre eigenen Eltern, müssen diese auch schon mal gegen die allgemeine Vorurteile Partei für die Kinder nehmen. Wenn man den Großeltern geduldig und ohne Anschuldigung (das ist ja häufig der Grund für den Abwehrreflex) die entwicklungspsychologischen Zusammenhänge erklärt, dann sind sie ja meist doch gewillt, sich den Neuerungen im Umgang mit Kindern anzuschließen. Schließlich lesen sie ja Zeitung und sehen fern und erfahren häufiger denn je, was alles in der Welt mit Kindern passiert, wenn sie in ungünstigen Lebensverhältnissen und unter Nichtbeachtung ihrer Bedürfnisse und Recht aufwachsen müssen. Lassen Sie sich da nicht "unterkriegen". Ihr Sohn dankt es ihnen schon jetzt mit seiner Freundlichkeit und seinem Vertrauen. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Übergänge gestalten
- Trennungsschmerz
- Wackelzahnpubertät oder auffälliges Verhalten?
- Wie viel Macht / Mitbestimmung für einen 8-jährigen
- richtiger Umgang in herausfordernder Phase
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird