Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trotzphase

Frage: Trotzphase

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Hallo Herr Dr. Posth, ich lese immer viel in Ihrem Forum und habe auch Ihr Buch gelesen. Versuche immer meine Tochter nach "Ihnen" zu erziehen. Dennoch habe ich immerwieder noch Fragen und bin mir in manchen Situationen unsicher ob mein Verhalten richtig ist, wie in diesem Beispiel: Meine T. ist jetzt 2 Jhare alt und fängt mit dem trotzen an. Ich habe festgestellt dass wenn sie etwas ncith tun möchte, z.B das Anziehen, dass es wenig bringt wenn ich auf sie einrede oder überrede. Viel mehr bringt es was wenn ich ihr sage"so dann gehe ich eben wegz.B Küche weil ich nämlich noch abwaschen (oder ä.) muss.Du Kannst gerne zu mir kommen wenn Du zum anziehen bereit ist." Das klappt super,innerhalb 2min ist sie bei mir , und wir tuns gemeinsam, das Anziehen. Ist dieses Verhalten richtig? Oder gebe ich ihr damit das Gefühl dass ich sie "ablehne"?Das will ich auf keinen Fall und deshalb interessiert mich Ihre Meinung dazu.Meistens klappt es jedoch ohne dass ich weggehen muss...LG Alicja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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LIebe Alicija, nein, mit Ihrem Verhalten zeigen sie keine Ablehnung ihrer Tochter gegenüber. Sie geben ihr ja die Möglichkeit, jederzeit zu Ihnen kommen zu können und den Konflikt aus der Welt zu schaffen. Das nehmen die Kinder liebend geren an, da sie selbst nicht wissen, wie sie aus dem (unnötig) angezettelten Konflikt wieder heraus kommen. Aber das ist ja das Wesen des Trotzes, dass Dinge um ihrer selbst willen auf die Spitze getrieben werden, nur um Bestimmungsmacht auszuüben. Da Bestimmungsmacht aber wichtig für das Selbstverständnis des Kindes ist, muss es auch einmal Recht behalten dürfen. Das ist das die "hohe Kunst der Erziehung". Viele Grüße


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