Mitglied inaktiv
Guten Morgen, meine Tochter ist gerade 3 geworden. Sie war immer ein sehr pflegeleichtes Kind. Abends nach dem Abendritual brachte man sie in ihr Bett, alle gaben ein Küsschen und dann schlief sie direkt. Sie hat ein eigenes Zimmer, will ohne Nachtlicht und Co im Dunkeln schlafen. Seit einigen Wochen fing es an, dass sie uns dauernd zurück rief. Da musste ein Stofftier raus, das sie stört. Dann musste es noch ein Kuss von Papa oder der Schwester (6) sein. Das Grinsen, wenn ihr Wunsch erfüllt wurde zeugte von "Sieg über die Hampelmänner". Das nahm so sehr überhand, dass wir ihr mehrfach erklärt haben, dass nach dem normalen Ritual Schluss sein muss und dann keiner mehr kommt. Seit 2 Tagen kommt sie dauernd raus, schreit wie am Spieß, aber wir gehen nicht hin. Rufen ihr nur zu, dass genug ist und sie schlafen kann. Nach 2-3Std geschrei fanden wir sie schlafend auf den Fliesen im Flur. Letzte Nacht musste ich ihre Tür auf lassen und Licht im Flur an. Neues "Spiel" oder echte Angst?
Hallo, schade, dass Sie die Bedrüfnisse Ihrer Tochter so negativ beurteilen. Kein Kind erfindet solche Veraheltensweisen, um seine Bezugspersonen zu "Hampelmännern" zu machen. Haben Sie sich einmal gefragt, was vielleicht ursächlich hinter dem Verhalten stecken könnte. In Ihrem Schreiben steht jedenfalls nichts davon drin. Vielleicht gab es Streit im Ki-ga. Vielleicht hat eine Erzieherin den Ki-ga verlassen, die Ihre Tochter besonders brauchte. Vielleicht gibt es in der Familie besondere Spannungen, die Ihrer Tochter Angst machen. Vielleicht hatte Ihre Tochter ein erschrekcnedes Erlebnis. Das "Grinsen", das Ihre Tochter zeigt, wenn Sie am Anfang noch ihren Wunsch erfüllt haben, wird wahrscheinlich ein Gefühl von Freude zum Ausdruck gebracht haben, aber nicht von Triumph. Wer erzählt Ihnen solche Dinge über Kinder? Sie können mich gerne wieder fragen. Das Licht im Flur anzulassen und die Tür nur anzulehnen ist übrigens eine weit verbreitete Notlösung, die Sie auf jeden Fall zulassen sollten. Viele Grüße
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