Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, das Verhalten meines Sohnes (14 Monate alt) beim Essen macht mir langsam sorgen. Er braucht beim Essen ständig eine Beschäftigung. Wenn ich ihm einen Teller gebe, spielt er damit - die Nudeln raus und wieder rein, den Deckel zu und wieder auf. Das selbe Spiel ist auch mit einem Becher od. Löffel. All das lasse ich zu, sonst isst er nichts. Nun höre ich immer wieder, dass es beim Essen nicht gespielt wird. Andere Kids hingegen (habe selbst gesehen) sitzen brav, machen Mund auf und essen, ohne mit etwas spielen zu wollen - davon kann ich nur träumen! Haben Sie einen Tipp für mich. Und ist es normal, das er noch keinerlei Anzeichen für selbstständiges Essen zeigt (er füttert lieber die Mama). i Ich selbst konnte angeblich schon mit 15 Monaten selbst essen) Besten Dank für Ihre Antwort! Svetlana
Stichwort: frühkindliche Essprobleme Liebe Svetlana, es gibt Gegenden auf der Erde, da geht man viel strenger mit den Kindern um, als wir das gewöhnt sind, und dressiert sie regelrecht, damit sie den Erwartungen der Erwachsenen genügen. Aber das ist ein völlig falscher Standpunkt. Kinder erfahren die Welt durch das Spiel und das gilt gerade auch für das Essen. Zunächst einmal weiß das Kind nichts davon, dass es Nahrungsaufnahme braucht, um zu wachen und zu gedeihen. Daher muss es Lust entwickeln, um zu essen und Spaß am Vorgang des Essens haben. Sonst empfindet es Essen schnell als eine aufgezwungene Tätigkeit, gegen die es zu rebllieren gilt, besonders dann, wenn das Esen auch gar nicht schmeckt. Das ist dann leicht der Anfang einer Ess-Störung. Sie tun also gut daran, ihre Tochter während des Essens spielen zu lassen und auch das Essen als Spiel zu inszenieren. Dass man ein Kind im 2. Lebensjahr noch füttert, ist selbstverständlich. Ihre Tochter sagt Ihnen schon, wann sie selbstständig essen möchte. Viele Grüße
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