Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

stationäre Therapie

Frage: stationäre Therapie

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Hallo, Meine Tochter ist 16M. Ich habe Bulimie(schwer),weshalb ich schnell stationäre Therapie machen möchte mit ihr als Begleitkind (klinikeigene KiTa). Nur ihr Papa möchte das nicht.Ich stille sie noch oft (auch Einschlafritual), sie schläft bei mir im Bett (ohne Partner, auf dessen Wunsch), braucht viel meinen Körperkontakt. Sie ist aufgeschl.,selbstbewusst u kontaktfreudig. Das Verhältnis zum Papa ist noch nicht harmonisch; hat sich lange rausgehalten, weil sie weint sobald ich ging (jetzt noch) u er es nicht ertrug. Sie spielt mit ihm, nach 1h, draußen länger, sucht sie weinend nach mir. Wir üben,Verh.ist fluktuativ. Sie hat sich Mitbewohner (sind 5) zum Loslösen gesucht,hat ihr „bessere“ Angebote gemacht. Nach kurzer Zeit ist auch hier Mama gefragt. Wie sieht es aus kinderpsych. Sicht aus? Besser komplette Umstellung erzwingen oder mitnehmen? Die Loslösung, stagniert sie oder leidet sie. Werde best 12 Wo weg sein. Ist der Zeitpkt ungünstig, später besser mit ihr gehen? Dan


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, aus zwei Gründen hielte ich derzeit eine Trennung Ihrer Tochter von Ihnen noch für verfrüht. Erstens befindet sie sich gerade mit 1 1/2 in einer Phase, in der sie die das tatsächliche Getrenntnsein von der Mutter noch einmal ganz besonders erlebt. Das erzeugt aber Ängste und da kommt nun der zweite Grund: die Bindung zum Vater als Loslösungsvorbild ist -Ihrer Schilderung nach- noch nicht stabil genug, um diese Ängst aufzufangen. Die von Ihnen als "Mitbewohner" genannten Ersatzloslösungsvorbilder werden vermutlich nicht die Lücke füllen, die Sie durch Ihr Fortsein hinterlassen. Ihre Tochter wird also wieder viel weinen und nach Ihnen fragen und suchen. Und gerade das scheint Ihr Mann nicht gut vertragen zu können. Dazu kommt noch die Frage, ob Sie mit Ihrer Bulimie überhaupt in der Therapie klar kommen, wenn Sie ständig daran denken müssen, dass ihre Tochter vielleicht deswegen leiden könnte. Ich denke also, Sie sollten Ihre Tochter mitnehmen. Viele Grüße


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