Mitglied inaktiv
Lieber Dr Posth, der beste Freund (5) meines Sohnes (4.3)ist aus familiaeren Gruenden schwer verhaltensgestoert. Das Kind ist taegl. bei uns und nun hat mein Sohn die verhaltensauffaelligen Gebaerden des Freundes uebernommen (Bsp. haut sich staendig auf den Kopf, windet sich bei fremden Leuten und macht dabei komische Laute, merkwuerdiger Gang). Ich sage meinem Sohn, er soll doch wieder Elio sein...Was kann ich tun? 2. Mein Sohn mag keine Gruppenspiele. Auf Kindergeburtstagen und beim Kinderturnen setzt er sich abseits sobald ein Spiel organisiert wird. Auf die Frage warum sagt er "einfach so, ich mag das nicht". Er hat eine juengere Freundin im Kiga und den o.g. Freund zu Hause. Mag es nicht, wenn viele Kinder um ihn sind. Fordet nie zum Spiel auf. Aggressives Verhalten nach wie vor vorhanden. Trost und Wiedergutmachung problemlos. Wie wichtig sind Gruppensspiele? Mein Sohn fuehlt sich sehr schnell eingeengt... LG Christiane
Liebe Christiane, die Tendenz von Kindern, andere Kinder oder überhaupt andere Menschen nachzuahmen, ist generell groß. Vor allem dann, wenn sie sich von der Imitation eine besondere Beachtung versprechen, greifen sie zu diesem Mittel. Daher sind zwei Dinge zu beachten, denn sonst können Sie nichts dagegen tun. Erstens, die imitierte Person sollte keinen besonderen Stellenwert in der Beurteilung erhalten, weder positiv noch negativ. Zumindest Sie selbst haben das in der Hand. Zweitens, die Imitation selbst sollte keine besondere Beachtung finden, weder inform einer Ablehnung noch in Form irgendeiner Anerkennung. Man muss also dem Kind den Anreiz für seine tun nehmen. Dass es Kinder gibt, die nicht gerne Gruppenspiele ausführen, ist landläufig bekannt. Ob sich dahinter auch gleich eine Selbstwertproblematik verbirgt, lässt sich nicht immer klar erkennen. So etwas stellt sich häufig erst in anderen Zusammenhängen heraus, z.B. beim Vortrag vor einer größeren Gruppe oder in der Schule beim Aufgerufenwerden. Viele Grüße
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