Mitglied inaktiv
Hallo, mit jetzt über 20 Monaten läuft unser Kleiner noch nicht frei. Er ist ansonsten ein zufriedenes, ausgeglichenes, pflegeleichtes und pfiffiges Kerlchen, das meiner Meinung nach auch in der Loslösung von der Mutter und Hinwendung zum Vater gut voran kommt (dank Ihres Forums beobachte ich das genau...). Sowohl Kinderarzt also auch Krankengymnastik sagen, es sei alles in Ordnung, keine neurologischen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Er ist vom Temperament her sehr vorsichtig und zurückhaltend, insofern passt diese "psychologische Blockade" zu seinem Wesen. Mein Kinderarzt empfahl mir nun, mich ruhig mit ihm "auf einen Kampf einzulassen", ihn also nicht mehr dauernd zu tragen und hochzunehmen, sondern das einfach auch mal ablehnen (was wir bisher nicht getan haben), selbst wenn es Protestgeschrei gibt. Ist das richtig? Kommt er so zum Ziel? Ist diese Frustration aber nicht vielleicht kontraproduktiv vor dem Hintergrund seiner Bindung an mich/uns? Was tun? Danke, Niki
Liebe Niki, zunächst einmal würde ich gerne noch wissen, ob Ihr Sohn schon an Möbeln entlang läuft und an der Hand. Dann wären es in der Tat hauptsächlich noch Unsicherheit und Angst, die ihn am frei laufen hindern. Mit Frustrieren und schimpfen lassen erreichen Sie aber grundsätzlich keine Beschleunigung in der Lösung dieser Problematik, sondern eher das Gegenteil. Ein Kleinkind wertet diese Ablehnung nicht als Ansporn oder Aufforderung, sondern als Kritik und Kränkung. Viel besser wäre es, wenn Sie sich in kurzem Abstand vor Ihren Sohn hinknien und ihn dann in Ihre Arme laufen lassen. Zunächst wird er sich fallen lassen, dann mit schrittweisem Zurückweichen Ihrerseits wird er erste freie Schritte tun. Das empfindet er dann als Spiel und freut sich über seine Erfolge. Ein solcher Weg entspräche dem, um theoretisch zu sein, was ich positive emotionale Integration nenne. Das andere wäre negative. Viele Grüße
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