Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Soziale Bindung und Beruf

Frage: Soziale Bindung und Beruf

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Hallo, ich brauche mal Input von außen: Es geht um das Thema Sozialverhalten und Entwicklung des Kindes bei Berufstätigkeit der Mutter. In der Literatur (Miriam Stoppard)heißt es, daß die soziale Bindung zwischen Mutter und Kind durch die Berufstäigkeit der Mutter gestört werden kann. Ich muß nach 12 Wochen ab Januar wieder eine halbe Stelle antreten (werde 2 bzw. alle 14 Tage 3 Tage in der Woche arbeiten)müssen. Hat das schon negative Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung? Verliert mein Sohn dann das Vertrauen in die Mutter? An den restlichen 5 bzw. 4 Tagen bin ich voll für meinen Kleinen da. Wie sind die Erfahrungen bzw. was sagen Sie als Fachmann zu diesem Thema? Danke für die Antwort von Barbara Frede


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort Fremdbetreuung Liebe Barbara, ich kenne das Buch von Frau Stoppard nicht, aber was Sie zu sagen scheint, ist nicht ganz falsch. Grundsätzlich muß man sich schon viele Gedanken zur Ultrafrühbetreuung seines Kindes machen. Schließlich brauchen Sie für die Zeit Ihrer Abwesenheit eine Ersatzbezugsperson. Um so etwas möglichst atraumatisch für den Säugling zu realisieren, sollte man ein paar Regeln beherzigen: 1. Die Fremdbetreuung sollte durch eine Person möglichst aus der Familie erfolgen. 2. Die Fremdbetreuung sollte langsam angebahnt werden, damit sich der Säugling an die andere Person gewöhnen kann. 3. Die Fremdbetreuung sollte in den eigenen vier Wänden stattfinden. 4. Man sollte in dauerhaftem Kontakt mit der Fremdbetreuerin stehen und 5. Man sollte so wenig am gewohnten Rhythmus des Säuglings ändern wie möglich. Außerdem sollte man sicher sein, daß die Ersatzmutter auch ausreichend einfühlsam, zuwendungsfreudig und kindererfahren ist. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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Lieber Herr. Dr. Posth, vielen Dank für die Anwort!! Die Betreuung übernehmen meine Eltern, die mit uns im Hause wohnen, mein Sohn sieht sie jetzt schon täglich, so daß er sich an sie gewöhnen kann. Selbstverständlich stehen wir dann in regelmäßigem Kontakt. Ich denke, so könnte es klappen. Viele liebe Grüße Barbara Frede


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