Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Sohn kackert imer in die Hose

Frage: Sohn kackert imer in die Hose

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, mein Sohn wurde in der 25+6.SSW geboren und verbrachte 6 Monate in Krankenhaus. Ich war jeden Tag da. Er hat sich gut entwickelt und geht seit fast einem Jahr in den Kindergarten. Er ist jetzt 3 Jahre alt und geht schon lange für das kleine Geschäft auf die Toilette. Leider klappt es trotz stärkster Bemühungen beim großen Geschäft gar nicht.Jetzt haben wir ein stilles Abkommen-wenn ich die Nachtwindel dranmache, verzieht er sich in ein anderes Zimmer und will nicht gestört werden. Versuche ich ihn für die Toi zu begeistern, sagt er nur zu mir:"Geh weg Mama". Was ist das? Er geht doch zum pullern auch auf die Toilette? Kann er nicht loslassen? Ist das doch ein Bindungsproblem? Dummerweise ist mein Mann nun auch seit einem halben Jahr im Ausland, aber nicht mehr lange.Was soll/ kann ich tun für mein Kind? Ich habe den Eindruck, daß sich Ärzte mit dem Problem nicht wirklich auskennen. Vielen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es gibt zwei Erklärungen für das Verhalten Ihres Sohnes. Die erste, er hat tatsächlich noch innere Probleme damit, seine großes Geschäft auf die Toilette zu tragen. die Erfahrung, dass eine wurstähnliche Substanz aus seinem Körper kommt und in die Kloschüssel plumpst, ist für manche Kinder sehr schwer anzunehmen. Sie versuchen dann durch den Behalt der Windel die "Sache" sich vom Hals zu halten. Erzwingt man als Eltern die Toilettenausscheidung, weil man keine Lust mehr hat, die Windel zu wechseln, kommt es zur habiteulle Obstipation. Das heißt, das Kind fängt an einzuhalten (mit allen Konsequenzen, die dann irgendwann eintreten.). Zweitens, Ihr Sohn erlebt seine Ausscheidung als regressiven Schritt und setzt sich in eine Entwicklungsphase zurück, die er eigentlich überwunden hat. Der "Verlust" des Vaters könnte ursächlich damit zusammenhänge. Wahrscheinlich gibt es noch andere Gründe. Wie man mit Regresssion umgeht, dazu bitte die vielen Antworten in gezielten Suchlauf lesen. Was allerdings gegen die Regression sspricht ist, dass Ihr Sohn das kleine Geschäft doch auf die Toilette macht. Konsequenz: lassen Sie ihren Sohn so lange gewährem, bis er ein natürliches Verhältnis zu seinen Auscheidungen bekommt. Viele Grüße


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