Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

seelische entwickung --sehr lang--

Frage: seelische entwickung --sehr lang--

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hallo, mein sohn hat bds klumpfüße, die mit 4 monaten operiert wurden. leider mehr schlecht als recht. heute ist er fast drei jahre alt. und soll nun orthesen bekommen. er kann laufen, nur dass das bewegungsbild nicht ok ist und durch die restdoformierung im fuß dieses muster auf dauer nicht angezeigt ist. was den fuß angeht ist dies sicher der ebste weg (habe mich lange und viel damit beschäftigt). wir machen seit geburt an kg. janni ist sehr zurückhaltend, hat wenig selbstvertrauen, vermeidet kontakt zu fremden kindern und möchte auch nicht mit anderen spielen. nur mit mama. im institut für kindesentwicklung hat man mir empfohlen ihn in psychologische hände tzu geben, da er psychosomatisch regiert und das für dieses alter nicht sein soll. dort waren wir bislang noch nicht (terminlich). er bekommt weiterhin ergotherapie wegen seiner wahrnehmungsdefiziete und übersensibilität. mein problem ist nun folgedes. die ärztin im institut meint die orthesen seinen nciht das richtige für das kind, für den fuß, ja, aber fürs kind nein. ich selber habe irre angst das er sich noch mehr ausgliedert wie er es ohnehin tut. er wird in seiner bewegung eingeschränkt und kann dies nicht verstehen. "ich kann doch richtig laufen" sagt er immer. die orthesen schränken seinen fuß dahingehend ein, das ein normales bergauflaufen, treppensteigen so nciht mehr möglich ist. ich zweifle ob es richtig ist, in seiner situation diese therapie durchzuziehen. wie wird er sowas seelisch verkraften? wie kann ich so ein selbstvertrauen aufbauen (was mir so schon nicht zu gelingen schien, trotz ewigen lob und leistung hervorheben)? wie ist das für seine seelische entwicklung, wenn andere so viel mehr können wie er? (er kann seine falschen muster so gut beherrschen, das außenstehenden nicht auffällt, das er defiziete hat, er kletter besser wie andere etc. aber eben falsch und mit 50 hätte er dann evtl weitere probleme wg der falschen muster). was raten sie mir? wie weit soll ich ein dreijähriges kind in seiner situation und vorgeschichte in welcher situation einschränken? ich erwarte keine patendlösung, nur einen rat. (bin alleinerziehend und habe keinen der mir da wirklich eine meinung zu abgeben kann.) entscheiden werde ich letztendlich imemr selber, aber ich wüßte gern auf fachmännischer sicht, welhe vor- und nachteile entstehen können in der entwicklung. vielen dank lg jannimama


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Sie haben vollkommen recht, daß Sie sich diese Fragen stellen. Eins muß dabei vorweg gestellt werden: psychosomatisch ist bei Ihrem Sohn somatopsychisch. Im Grunde sprechen Sie ja gerade das auch an. Z.B. muß man die Orthesen nun anwenden, oder sollte man es besser lassen. Das ist nun leider eine überwiegend orthopädische Frage, die ich ohne den genauen Befund nicht sicher beantworten kann. Aber ich meine, da gibt es ja auch Kompromisse zu. D.h. Orthesen an zu bestimmten Tageszeiten und in der Nacht. Aber keine Orthesen bei aktiven Unternehmungen mit Gehübungen. Das ist besonders wichtig für Ihren Sohn, da er psychologisch darauf angewiesen ist, seine Selbstbestätigung sich über seine statomotorischen Fortschritte ohne Gehhilfen zu erwerben. Ein permanentes Lob Ihrerseits kann das nicht wirklich ersetzen. Was er braucht, ist innerer Stolz, von anderen unabhängiger Stolz! Eine begleitende Psychotherapie kann, wenn gut ausgeführt, nur von Nutzen sein. Viele Grüße und alles Gute


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