Mitglied inaktiv
Hallo Hr. Posth, unser 6-jähriger Sohn ist sehr lebhaft und eigensinnig. Er respektiert oft die Grenzen anderer nicht, ist ständig am Testen. Auch wird er gern zornig und dann wild. Beim letzten Gespräch im Kiga meinte die Lehrerin, ihm fehlt es an Grenzen zu Hause. Nun frage ich mich, ob ich es wirklich versäumt habe, ihm rechtzeitig Grenzen aufzuzeigen? Es ist so, beim Papa "hört" er (er ist autoritär, schreit auch mal) ich dagegen bin oft inkonsequent bzw. unsicher, ob Konsequenz nun angsagt ist oder nicht. Es wurde empfohlen bzgl. auch der Schule im Herbst mit dem Pychologen Kontakt aufzunehmen. Würden Sie mir dies auch empfehlen? Ich habe etwas Angst,daß er dann den Eindruck bekommt mit ihm "stimmt" was nicht! danke claudia
Liebe Claudia, Inkonsequenz in der Erziehung ist ein großes Problem für die Kinder, die sich psychosozial nur schlecht entwickeln (aus was für Gründen auch immer). Das gilt offensichtlich auch für Ihren Sohn. Konsequent und in seiner Erziehungshaltung konsistent sein heißt aber nicht autoritär sein. Es geht nur darum, dass das Kind lernt, gemeinsam aufgestellte Regeln einzuhalten, übrigens auch von den erziehende Erwachsenen. Daran wird deutlich, dass die Einhaltung von Regeln auch über Vorbild läuft. Dieser entscheidende Faktor lässt sich durch willkürliche Autorität nicht ersetzen. Der Schulpsychologe kümmert sich hauptsächlich um die Entwicklungsfragen, die für den Erfolg oder Misserfolg in der Schule bestimmend sein könnten. Häusliche Schwierigkeiten gehören in die Hände von Kinder- und Jugendpsychologen. Sie haben doch sicher eine Beratungsstelle für Erziehungsfragen an Ihrem Wohnort? Viele Grüße
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