Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schreiattacken

Frage: Schreiattacken

Mitglied inaktiv

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Lieber Dr. Posth, René wird im Juli 3 Jahre und entwickelt sich eigentlich ganz normal.Wenn ihm etwas nicht passt,bekommt er manchmal einen Wutanfall,beruhigt sich dann aber schnell wieder. In den letzten Wochen hat er aber manchmal solche Schreianfälle gehabt. Z.B.ich will ihn abends umziehen,er kriegt einen Wutanfall,aber statt sich zu beruhigen,steigert er sich hinein bis er gar nicht mehr aufhören kann zu schreien.Ich fühle mich dann richtig hilflos,und ich glaube er auch.Er schreit dann richtig verkrampft,und seine Arme und Beine scheinen ihm vor Anspannung wehzutun.Erst nach 15-20 Min. lässt er sich wieder beruhigen und verträgt sich dann wieder mit uns.Bis dahin hilft nichts,kein ernstes"jetzt ist aber Schluß",auch kein trösten(eher schickt er mich weg),und auch nicht allein in seinem Zimmer bleiben.Hinterher scheint er nicht mal zu wissen,warum er so ausgerastet ist. Wie kann ich ihm helfen,und was geht da überhaupt in ihm vor?Ich habe das Gefühl,das geht weit über Trotz hinaus


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Andrea, es stimmt, daß Übermüdung die Toleranzschwelle für das Ertragen von Frustrationen und unliebsamen Vorgängen wie z.B. Umziehen erheblich herabsetzt. Es gibt Kinder, die schaffen es solange zu schreien, bis sie kollabieren (Affektkrampf). Das ist natürlich keine normale Form des Trotzens mehr. Irgendetwas stimmt im Moment im entwicklungsablauf Ihres Sohnes nicht oder nicht mehr. Gehen sie einmal alles durch, was sich an Wichtigem für ihn in der letzten Zeit verändert hat. Konkret können Sie so verfahren, daß Sie das Einschlafritual vorverlegen und mit größerer Geduld und Zuwendung vollziehen, als Sie es sonst tun. Denken Sie auch an die Schlafumgebung und das Übergangsobjekt, wie z.B. Nuckel oder Lieblingstier. Bleiben Sie etwas länger an seinem Bett sitzen und begleiten Sie ihn in den Schlaf. Dann wird es sicher schnell besser. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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...übrigens hat sich sein Schlafpensum in den letzten Wochen auch ziemlich stark reduziert. Abends zögert er das zubettgehen hinaus bis manchmal 22 Uhr, und früh steht er von sich aus schon zwischen 5-6 Uhr auf, statt früher gegen 8 Uhr. Hinzu kommt dass er zur Zeit öfter den Mittagsschlaf verweigert. Diese Schreiattacken sind bisher nur abends aufgetreten, vielleicht haben Sie auch was mit der Müdigkeit zu tun??? Vielen herzlichen Dank für Ihren Rat Andrea


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