Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, Vorweg: T. (22 Mon.), ehem. Schreibaby, schw. Temperament, unruhig, leicht irritierbar. KIA verschrieb KG nach Bobath bzw. Handling in Kinder Therapie Praxis. Auch Bindung wurde beobachtet->gut. Bei mir leider unerkannte Wo.bett.depr., habe "funktioniert", To war immer auf dem Arm, lag auf meinem Bauch od im TT. Nach 5 Mon. dann aus Verzwfl. und Kraftlosigkeit geferbert, aber mit Fläschchenmahlz. in d. Nacht, wollte nur, dass sie endlich mal länger als 30 Min. am Stück schläft und ich konnte einfach nicht mehr schaukeln und tragen. Hat dann immer 3-4 Std. am Stück geschlafen, allein eingeschlafen, nach einiger Zeit dann 12 Std. durchgeschlafen. Bereue Kond. nun sehr. Am Tag ist meine To. extr. anhänglich und ängstlich. Denke, wir haben gerade die Wiederannäherungskrise hinter uns. Außerdem ist sie wohl so stark kond., dass sie nicht in unserer Gegenwart einschlafen kann.Wollte sie nun in den Schlaf begleiten, gab nur Gebrüll. Sollte ich sie umkond?wenn ja, wie?
Stichwort: Schlafprobleme Hallo, das große Problem der Konditionierung ist die Verfestigung der Gewohnheiten auf der Basis von unangenehmen Gefühlen und Angst. Niemand hat meines Wissens bisher untersucht, welche Folgen das auf die Psyche des Kindes hat. Da man von der Unschädlichkeit der Konditionierung ausgeht und damit ja auch erwünschtes Verhalten erzeugt, entsteht die fatale Schlussfolgerung, gar nicht mehr nachprüfen zu müssen, ob das Vorgehen gut und unschädlich gewesen ist. Die Eltern müssen sich aber den Erfolg schönreden, da sie sonst in eine Gewissensnot geraten. Ich meine beobachten zu können, dass sie überwiegend vermeidende Haltungen beim Kind ergeben, die den Vertrauensverlust widerspiegeln. Ein bisschen so scheint auch jetzt Ihre Situation zu Hause zu sein. Ihre Situation in den ersten Lebensmonaten mit Ihrer Tochter, das sehe ich wohl, war sicherlich sehr belastend. Umkonditionieren ginge natürlich, wäre aber wieder mit Eingriffen in den status quo der kindlichen Seele verbunden. Da dem nun kein kindliches Bedürfnis zugrundeliegt, versteht das Kind nicht, warum Sie das tun und wehrt sich wieder. Am besten, Sie nutzen jetzt die Signale Ihrer Tochter nach Bindung und erweisen sich dann als zuverlässiger Bindungspartner (samt Vater natürlich). So kommen Sie wahrscheinlich am besten aus der Sache heraus. Viele Grüße
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