Mitglied inaktiv
Sehr geehrter H.Dr.Posth, ein f., ge, neue Jahr Ihnen! Unser Sohn, im Sept. 3 Jahre alt geworden, macht es uns z.Z. etwas schwer, zumindest reagieren wir auf ihn falsch. Ich habe schon sooo viel gelesen und weiß dennoch nicht weiter. Er schläft noch bei uns im Bett, manchmal schläft er ausnahmsweise nach zureden in seinem Bett ein, das steht genau neben unserem. Aber Nachts kommt er rüber, was mich immer dann stört wenn er unruhig schläft und tritt und ich 5 mal wach werde deswegen. Denn ich bin in der 29. Woche ss und habe das Gefühl nur noch müde zu sein. SITUATION FAM.:er geht in Kiga ohne weinen, ihm ist egal ob MAma ODER Papa zu Haus sind. AuchOma´s hat er lieb und bleibt da. Zum Spielen bei einer Kigafreundin war er auch schon für 1,5 Std. allein. Die Sache ist: er will plötzlich nicht mehr das machen um das wir ihn bitten: Schuhe an-oder ausziehen,Zimmer aufräumen, auch nicht wenn ich mit helfe. Wenn wir los müssen plötzlich nicht kommt, obwohl er das alles sonstmachte usw. Auch
Hallo, man kann die Entwicklung eines Kindes nicht ausschnittweise in einer bestimmten Phase betrachten, sondern muss immer die gesamte Entwicklung im Auge behalten. Das jeweilige Verhalten eines Kindes steht immer im Zusammenhang mit einem Gesamtkonzept, dass prinzipiell sogar schon vor der Geburt beginnt und bis zu Adoleszenz fortschreitet. wir als erwachsene Beobachter nehmen die Zeit von der Geburt an wahr, wenn wir entsprechend geschult sind. In der Öffentlichkeit beginnt die Wahrnehmung des Menschen erst im Schulalter. Wenn Ihr Sohn also mit 3 Jahren Ihnen schlecht folgt oder nachts Ihre unmittelbare Nähe sucht und braucht, dann hat das etwas mit seiner Vorgeschichte zu tun. Die kenne ich nun nicht, da sie sie mir nicht in Stichworten schildern. So kann auch ich nur aufgrund meiner Erfahrungen antworten und vermute, dass Ihr Sohn unsichere Bindungselemente mit sich trägt und auch in der Loslösung eher vermeidende Haltungen einnimmt. Imgrunde aber sehnt er sich nach Bindung wie jedes andere Kind auch und holt sich das nötige Quantum in der Nacht. Im Übrigen ist es kein Problem, wenn ein Kind bis zu seinem 4. Lebensjahr bei den Eltern schläft. Ertragen Sie es aber nicht, ihn bei sich im Bett zu haben, dann müssen Sie ihn immer wieder in sein Bestellbettchen zurück legen und ihm dort die Hand "auflegen", damit er spürt, dass sie da sind. Er wird sich damit zufrieden geben und keinen Verlust erleiden. Für die Erziehungsfragen möchte ich Sie zunächst an den Suchlauf mit dem Stichwort Regelkonzept und Grenzsetzung verweisen. Viele Grüße
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