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Lieber Hr.Dr.Posth,unser Sohn (13 Mon.) war 3 Mon.ein Schreibaby (lt. KiA Koliken,Anpassungsstörungen).Hat nur tagsüber geschrien,nachts früh durchgeschlafen.Schlief in d.Wiege im Elternzimmer.Wurde viel getragen,viel versucht ihn zu beruhigen.Hat sich teilw.sehr lange in d.Schlaf geschrien (bis z.Erschöpfung).Ich war überfordert+depressiv,daher hab ich ihn manchmal weggelegt+schreien lassen (nicht oft,aber kam vor).Manchmal hab ich ihn angeschrien.Ich schäme mich dafür,aber ich war so hilflos.Mein Mann mußte viel arbeiten,war auch überfordert.Jetzt verbringen wir viel Zeit mit ihm,gehen viel auf ihn ein m.Verständnis,schreien nicht mit ihm,schimpfen wenig,sind aber konsequent,geben ihm viel Liebe.Er geht zur Kita,alles prima dort.Ist sicher gebunden.Können wir noch mehr tun,um die ersten Monate wieder gut zu machen?Könnte er Schaden davon getragen haben?Er ist sehr sensibel,anhänglich. Danke für Ihre Hilfe.
Stichwort: Säuglingsschreien / Schreibaby Hallo, dass längeres Schreien bei einem Säugling grundsätzlich schädlich ist, daran besteht heute zumindest aus wissenschaflicher Sicht kein Zweifel mehr. Ab wann längeres Schreien anfängt und wie oft Schreien als schädlich zu betrachten ist, dazu gibt es naturgemäß keine Untersuchungen. Es verbietet sich schlicht aus ethischen Gründen. Deswegen sagt man besser so wenig wie möglich. Aber so wie Ihnen geht es ja vielen Eltern, denen irgendwann die Nerven blank liegen. Gottseidank kann die Psyche aber wenigstens z.T. sich selbst wieder heilen, und wenn die Eltern in einer besseren Verfassung sind und dem Kind ganz viel Liebe und Zuwendung wieder zurück geben, so wie Sie das tun, dann wird sicher sehr viel noch einmal "repariert". Jedenfalls ganz ohne den einen oder anderen Fehler im Umgang mit dem Kind wird es kaum je zugehen. Viele Grüße
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