Mitglied inaktiv
Hallo, seit der Geburt pucken wir unsere Tochter abends ein. Also ihre Arme kann sie auch nicht bewegen. Sie wird dadurch merklich ruhiger und schläft besser. Jetzt meine Frage: Wie lange kann man das machen? Wird sie sich bemerkbar machen, wenns sie stört? Sie ist jetzt 5 monate alt. Viele Grüße Annika
Liebe Annika, das "Pucken" der Säuglinge stammt aus bestimmten Kulturkreisen. Es leitet sich wohl ab aus der Erfahrung, dass der kleine Säugling vor allem in der instabilen Rückenlage durch seine Schaukelbewegungen erschrickt und durch den Moro-Reflex seine Arme weit auseinander reißt, sich festzuhalten versucht und weint. Ergreift man als Erwachsener dann die Arme und Händchen und führt sie sanft zusammen, um sie noch ein Weilchen zu halten, beruhigt sich der Säugling prompt. Es ist davon auszugehen, dass beim Moro- oder Umklammerungsreflex, der Säugling das Gefühl hat zu fallen. Ich halte es aber für besser, sein Baby stets bei sich zu haben und diese Sicherheit durch eigene Anwesenheit zu bieten. Ein "Festbinden" der Arme am Körper ist in meinen Augen hinderlich für die motorische Entwicklung, die nämlich ihren Ausgang von genau diesen unkontrollierten Bewegungabläufen nimmt. Das gilt im ersten Lebenshalbjahr hauptsächlich für das Greifen. Viele Grüße
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