Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine 5,5 jährige Tochter ist zur Zeit nicht wiederzuerkennen. Sie ist sonst sehr zufrieden und fröhlich und unkompliziert. Plötzlich ist sie nur noch am motzen. Egal, bei was - erst einmal wird gemotzt. Alles ist zuviel. Alles wird verweigert. Muß sie in ihr Zimmer, ist sie dann völlig verzweifelt, hängt sich an mich, eher übertrieben, weil sie weiß, dass sie sowieso gleich wieder runter darf. Oben liegt sie dann wie ein Teenager auf dem Bett und schmollt. Ich habe ihre Antwort kürzlich gelesen, dass Kinder in dem Alter Resumee`ziehen. Wir versuchen schon immer ihr Selbstbewusstsein zu stärken, versuchen nun auch uns mit Kritik zurückzuhalten, sprechen Ich-Botschaften. Aber es ist nicht leicht. Sie haut und ärgert ihre kleine Schwester, äfft uns nach. Fordert uns zum Handeln. Wie begegnen wir diesem Trotz? mit Konsequenz? Oder nehmen wir sie noch häufiger in den Arm, weil sie so verzweifelt scheint? Können wir sonst etwas machen? 1000 Dank. Gruss Sam
Hallo, abgesehen einmal von dem entwicklungsmäßigen Schritt, den Kinder in diesem Alter vollziehen, gibt es denn konkreten Anlaß für eine derart übermäßige Reaktion? Was ist mit dem sozialen Umfeld, Kindergarten, Freundinnen, Nachbarschaft? Gibt es familiäre Belastungen? Das Nachäffen lernen die Kinder in der altersgleichen Gruppe. Vielleicht gibt es da ja eine Rädelsführerin, der Ihre Tochter im Moment nacheifert, im Glauben, ihre eigene Problematik damit zu lösen. Viele Grüße
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