Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter, 7,5 Jahre, nässt jede Nacht ein. Organ. Ursachen wurden ausgeschlossen. Es liegt wohl eine genet. Veranlagung (siehe Papa) und ein sehr tiefer Schlaf vor. Seit einer guten Woche bekommt sie abends 1 Desmotabs 0,2 mg, bisher ohne Wirkung. Könnte eine Erhöh. der Dosis eine Verbesserung bringen? Und: Kann das Desmopressin bei ausgesprochenen Tiefschläfern überhaupt wirken??? Zum Einsatz von Klingelhosen: Bleiben die mit der Klingelhose erfolgreich therapierten Kinder "nur" dadurch trocken, dass sie gelernt haben, jede Nacht aufs Klo zu gehen oder kann der Effekt nach Klingelhosenbehandl. auch der sein, daß sie auch ohne nächtlichen Klogang trocken bleiben? Außerdem frage ich mich, ob man mit dem Klingelhoseneinsatz nicht Schlafstörungen + Tagesmüdigkeit produziert?! Gibt es denn rein medizinische Gründe, eine prim. Enuresis zu therapieren (ist dies wirklich eine "Erkrankung"?!) oder liegen die Gründe immer im psychosozialen/hygien. Bereich? Vielen Dank! Susi
Stichwort: Einnässen in der Nacht Liebe Susi, eine primäre Enuresis norcturna ist per definitionem ein organisches Problem, das auf erblichen Anlagen beruht. Die Kinder werden verspätet trocken in der Nacht, weil entweder nicht genügend Antidiuretisches Hormon gebildet wird oder das Hormon an die Niere nicht ausreichend anspricht. Gleichzeitig scheinen diese Kinder auch tief zu schlafen und keinen Weckreiz zu besitzen, wenn die Blase voll ist. Der Ersatz für Antidiuretisches Hormon ist Desmopressin. Das bekommt Ihre Tochter als Tabl.; warum nicht als Nasenspray? Spray wirkt besser, wenn kein Schnupfen vorliegt. Die Dosis darf nicht einfach gesteigert werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Kinder am Abend nicht mehr soviel trinken. Sprechen Sie also noch einmal mit Ihrem KiA/KiÄ. Das Klingelhosenprinzip ist eine Konditionierungstherapie zum Wachwerden bei voller Blase. Wenn es gelingt, gehen die KInder tatsächlich nachts 1x zur Toilette. Trozdem sind sie ausgeschlafen. Viele Grüße
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