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Guten Tag, ich habe eine Frage. Meine Tochter (22 Mon.) ist momentan in einer 'komischen' Phase. Sie hängt wieder total an mir. Alles darf/muss ich machen. Wenn Papa da ist, sollte er am besten nicht mal in die Nähe kommen. Ich muss sie umziehen, ich muss sie wickeln, ich muss sie ins Bett bringen. Es macht mir nichts aus, allerdings ist es schon ein eigenartiges Gefühl für meinen Mann, dass er plötzlich nichts mehr machen darf. Bin ich nicht zu hause, dann paßt alles. Aber sobald ich und Papa da sind, heißt es nur 'Mama, Mama, Mama'. Ist das eine Phase? Wie kann ich mir diese Entwicklung erklären? Wir haben eine stabile und gute, liebevolle Beziehung zu unserer Tochter. Ist es ok, wenn ich jetzt alles für die/mit ihr mache, oder soll auch mal Papa was machen, obwohl sie das zur Zeit ablehnt?!? Vielen Dank für Ihren Rat!
Hallo, es ist denkbar, dass die momentane Phase ihrer Tochter mit dem altersentsprechenden Selbstwerdungsprozess zu tun hat. Der Begriff hierfür ist die Wiederannäherungskrise (11/2 bis 2 Jahre). Sie meint das Erleben des Kindes, ein von der Mutter vollkommen getrenntes Wesen zu sein. Dieses neue Gefühl erzuegt Ängst, an die sich Ihre Tochter gemaht fühlt, wenn Sie da sind. Da die Loslösung aber greift, genügt ihrer Tochter der Vater dann, wenn Sie selbst nicht anwesend sind. Die Wiederannäherungskrise geht relativ schnell vorüber, vorausgesetzt, die Eltern akzeptieren das Verhalten ihres Kindes. Viele Grüße
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