Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

offenes Konzept Kiga

Frage: offenes Konzept Kiga

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Lieber Dr. Posth! Meine Tochter (dreieinhalb) ist jetzt seit knapp fünf Monaten im Kiga. Wir haben e. sanfte Eingewöhnung praktiziert, was auch ohne viel Weinen über die Bühne ging, ich möchte mal sagen mit mäßigem Erfolg (wir hatten immer den Eindruck, es ist zumutbar für unsere Kleine). Trotzdem: Richtig gern geht sie leider nicht. Hatte heute ein Gespräch mit einer Erzieherin: Mein Kind hängt wohl noch immer sehr am Rockzipfel der Erwachsenen, fühlt sich unsicher, ist nicht wirklich gelöst. Also Mist!! Meine Frage: Könnte das mit dem offenen Konzept zusammenhängen? Habe mal von e. Psychologin gehört, dass sich sensible Kinder da meist sehr schwer tun. Sie hat es mit immerhin 75 Kindern und mehreren Erziehern zu tun, es ist nicht so, dass eine "feste" Erwachsene stets für sie da wäre. Da fehlt vermutlich der Halt. Können Sie das aus Ihrer Erfahrung bestätigen? Ob wir es mit einem anderen Kiga versuchen sollten...? (Ablösung klappt bei Freunden z.B. gut) Liebe Grüße u. herzl. Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es ist immer schwer über die Arbeitsweise einer Einrichtung zu urteilen, wenn man sie nicht kennt. Das offene Konzept beinhaltet nicht, daß es für die Kinder bei den Erziehrinnen keine gezielten Ansprechpartner gibt. Und einen solchen brauchte Ihre Tochter, um im Ki-ga gut bestehen zu können. Ihre Tochter brauchte also eine Ersatzbezugsperson. Weil das aber nicht richtig funktioniert, läuft das im Ki-ga auch nicht gut. In ihrer Selbständigkeitsentwicklung ist sie aber nocht nicht weit genug, um auf eine feste Ers.bez.person zu verzichten. Es gäbe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder eine Erzieherin erkennt das Problem und stellt sich als die gewünschte Ers.bez.person zur Verfügung, oder Sie nehmen ihre Tochter noch einmal aus dem Ki-ga heraus und warten eine Zeitlang ab, um es dann ein weiteres Mal zu versuchen. Möglicherweise ist natürlich auch ein anderer Ki-ga besser, in dem die Voraussetzungen für Ihre Tochter günstiger sind. Viele Grüße


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