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Lieber Dr. Posth, mein Sohn (13 Mon.) möchte eigentlich überhaupt nicht zu irgendjemand Anderen auf den Arm. Auch haßt er es, wenn ihn (auch besser Bekannte) an den Händen berühren und er zieht diese sofort weg. Für ihn gibt es nur Mama und Papa. Das finde ich ja auch schön so, aber ein bißchen mehr Vertrauen fände ich ganz gut, damit er sich im KiGa ab März leichter einleben kann. Wie kann ich ihn hierbei unterstützen ohne ihn zu überfordern? Ich bekomme schon öfter mal blöde Kommentare aus meiner Umgebung, weil mein Kind so "mißtrauisch" ist. Erwarte ich vielleicht zuviel? Oder ist dies ein völlig normales Verhalten? Vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort. Viele Grüße, Katja
Liebe Katja, im Stadium der beginnenden Loslösung aus der primären Bindung ist ein solches Verhalten eher typisch, wenn auch längst nicht bei jedem Kind so ausgeprägt. Hat Ihr Sohn auch stark gefremdelt in der Säuglingszeit? Wurde das Erscheinungsbild ausreichend respektiert? In meinem Langtext über das emotionale Bewußtsein, link oben links beschreibe ich alle diese Vorgänge und erkläre ihre Zusammenhänge. vielleicht findet Sie die Zeit, es einmal zu lesen. Auf jeden Fall sollten Sie bei Ihrem Sohn nichts erzwingen, um sein Kontaktverhalten "fremdenversträglicher" zu machen. Diese Entwicklung kann nur aus sich selbst heraus kommen, und dafür ist unbedingtes Vertrauen zu den eigenen Eltern nötig. Viele Grüße
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