Mitglied inaktiv
Lieber Dr Posth, Elio hat die Krise ueberwunden! Hab Ihren Rat befolgt und ihm die Flausen (im Kiwa einschlafen und der Sofa-Tick) gelassen. Glz haben wir unser Ritual wieder eingefuehrt. Seit drei Naechten schlaeft er in seinem Bett ein und durch. Ich habe die Gitter entfernt, nun setze ich mich mit ihm an sein Bett, wir schauen ein Buch an, dann wird er muede und ich streichel dann solange bis er schlaeft. Vielen Dank! Nochmal zu Abschied: Ersatzbezugsperson (Oma) ist voll akzeptiert. Er weint nur dann, wenn ich ihn zur Oma bringe und dann gehe. Kommt die Oma und holt ihn ab (so ist es im Normalfall) geht er freudig aus dem Haus. Gleiches passiert bei Oma: wenn ich ihn abhole, alles bestens (Normalfall). Wenn Oma ihn bringt und dann geht weint er. Er mag nicht, wenn jemand von sich aus geht. Wahrscheinlich auch die Gewohnheit, oder sehen Sie da eine tiefere Bedeutung? Gruss Christiane
Liebe Christiane, offenbar besteht im Bewußtsein von Kleinkindern ein klarer Unterschied, ob es jemanden verläßt oder es selbst verlassen wird. Also aktiver Vorgang oder passiver Vorgang. Im Fall des aktiven Vorgangs bleibt das Kind "Herr der Lage" und freut sich auf das Neue. Im anderen Fall empfindet sich das Kind als unterlegen und "bleibt zurück". Dieses Zurückgelassenwerden wertet das Kind für sich als negativ und weint. Es läßt sich nun einmal leider nicht verändern, daß die Realität so ist. Damit lernt ein gut attributiertes Kind mit der Zeit fertig zu werden. Viele Grüße
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