Mitglied inaktiv
Guten Tag Hr. Dr. Posth, ich wollte mal meine Situation schildern und Ihren Rat einholen. Meine Tochter ist nun 14 1/2 Mon. und geht seit dem sie 11 Mon. ist. Sie wollte immer schon laufen können.. auch als noch nicht mal die rede davon war. Nun ist es aber so, dass sie beim Spazierengehen nicht mehr im Wagen sitzen will (verständlicherweise). Gebe ich sie aber raus, dann geht sie 2 Min. und klammert sich dann um meinen Fuß und will getragen werden. Ist das eine "normale" Phase? Ich muss dazusagen, dass sie momentan sehr anhänglich ist. Es geht nur "Mama, Mama, Mama"... Wie verhalte ich mich richtig. Soll ich sie protestieren lassen und sie wiederwillig zurück in der Wagen setzen? Tragen kann und will ich sie nicht die ganze Zeit? Ich möchte mit meinem Verhalten nicht "anrichten". Vielen Dank!
Stichwort: erster Wille Hallo, als eine normale Phase würde ich das Verhalten Ihrer Tochter nicht bezeichnen. Aber es charakterisiert sie, wie sie ist. Sie ist offenbar noch sehr unentschieden in ihren Vorstellungen und Wünschen und gerät in einen sogenannten Ambivalenzkonflikt. Das wiederum ist typisch für dieses Alter. Am Anfang der Willensempfindung steht zugleich die Unentschiedenheit, was von den verschiedenen Möglichkeiten des Willens geschehen soll. Also spazieren gehen oder im Kinderwagen gefahren werden. In ihrer Not fängt Ihre Tochter an zu weinen und wendet sich an Sie, die Mutter, um Trost zu erhalten. Mit Austesten dessen, was sie bei einem anderen Menschen erreichen kann, hat das nichts zu tun. Für solche Hintergedanken fehlen einem gut 1-jährigen Kind noch die logischen Grundlagen. Trösten Sie ihre Tochter einfach und versuchen es dann mit gutem Zureden, erst für das eine und dann für das andere, wenn noch nötig. Viele Grüße
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