Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, Sie haben geantwortet: Aber wie spricht er Sie denn an, wenn er etwas haben möchte, wenn sie ihm etwas geben sollen, usw. Wie ruft er sie von weiten oder aus einem anderen Zimmer? Vielleicht vestehe ich Sie ja auch falsch. Am besten, Sie schreiben noch einmal. Viele Grüße Richtig mit "Mama" gerufen hat er mich nie. Vor ca. 6-7 Monaten als die Sprache so langsam in Fahrt kam, hat er ab und an "Mama" gesagt. Dies war aber eher für kurze Zeit. Er hat öfter auf die Entfernung oder über die Etagen "äh, äh" gerufen. Da hab' ich ihm versucht zu vermitteln, wenn er etwas möchte soll er Mama sagen, daß ich nicht die "äh" bin. :) Es hat sich mittlerweile so eingependelt, daß wenn er etwas haben möchte und ich bin nicht direkt bei ihm, kommt Henri angelaufen und sagt: "da". Er nutzt "da" sowieso sehr gut, wie ich finde. Ich merke dann, er möchte mir was zeigen oder möchte etwas haben. Entweder wir gehen zusammen hin oder ich hebe ihn hoch und er zeigt es mit mit "da". Wenn er z.B. von seinem Mittagsschläfchen aufwacht und wir dann runtergehen wollen und ich die Treppe alleine gehe und er möchte aber nicht die Treppe gehen, dann steht er oben und sagt "da". Das ist eines von einigen Beispielen, wofür er sein "da" einsetzt ohne es auf einen bestimmten Gegenstand oder einen bestimmten Wunsch zu nutzen, welchen er sich selber nicht erfüllen kann, sondern eher auf mich bezieht. Danke für Ihre Antwort. Silvia
Liebe Silvia, sie hatten auch geschrieben, daß Ihr Sohn manchmal grinst, wenn er die Wirkung seiner Weigerung merkt. Wahrscheinlich hat er die direkte Ansprache seiner Eltern zu einem Teil seiner Widerstandsreaktionen gemacht, die er braucht, um sich aus der Mutter-Kind-Dyade zu lösen. Allerdings könnte man einwenden: dann könnte er doch wenigstens Papa sagen. Er geht schon 4 Monate in einer Kinderkrippe, vielleicht verkraftet er das doch nicht so gut, wie Sie meinen. Vielleicht hat er dort auch eine andere Person gefunden, die er zur Loslösung benutzt und wählt nicht so sehr den Weg über den Vater. Aber das sind Spekulationen. Nur ist von hier aus leider nicht viel mehr zu sagen. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, aber nennt Papa doch beim Namen! Ohne Probleme. Ich habe dann fast noch eher den Eindruck, daß er Papa universell für uns beide benutzt!? Oder Grüße
Liebe Silvia, das ist denkbar und macht dann auch ein Bild. Nämlich daß er in der Loslösungsphase, die über den Vater läuft (triadische Lösung), sehr stark auf seinen Vater fixiert ist und ihm sogar mütterliche Eigenschaften beimißt. Das ursprüngliche Mutterbild ist aber im Moment so stark in ihm selbst drinnen (internalisiert, pos. Elternimago nach H.Kohut), daß er es gar nicht schafft, die reale mütterliche Person auch zu benennen. Aufkommendes Selbst und erstes Selbst-objekt sind gleichsam noch verschmolzen. Das ist eine radikal tiefenpsychologische Deutung, die sicherlich nicht jeder Psychologe teilen wird, ich wäre jedoch gespannt, ob er eine bessere hätte. Auf jeden Fall ist das noch in Ordnung und wird sich mit zunehmender Loslösung und Autonomisation wieder ändern. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Guten Tag Frau Henkes, ich habe mich schon einmal an Sie gewandt, als mein jetzt 29 Monate alter Sohn noch ein Baby war. Damals wie heute war die Situation so, dass ich krankheitsbedingt in einem anderen Zimmer geschlafen habe als Papa und Sohn und dass unser Sohn meinen Mann mir gegenüber deutlich bevorzugte. Sie schrieben mir damals, dass es ...
Unsere Tochter ist 5 1/2 Jahre alt. Ich als Mama kümmere mich tagsüber um sie, abends kommt der Papa dazu und bringt den kleinen ins Bett und ich dann die Tochter. Seit einem halben Jahr ist es nun so, wenn die Tochter nachts aufwacht, dass sie nicht mehr mit meinem Mann spricht. Sie weint und schreit und ist ganz aufgebracht und wird immer aufgeb ...
Hallo Frau Henkes Mein dreijähriger ist eigentlich ein "Vorzeigekind" egal ob Kiga, Restaurant oder Kirche wir können mit ihm und auch seinem Bruder (1,5) überall hingehen. Er ist lieb und hilfsbereit, befolgt Regeln. Nie würde er ein anderes Kind im Kiga schubsen o.ä. Zu Hause sind beide Kinder ein ganz anderes Kaliber, vor allem der ...
Liebe Frau Henkes, meine Tochter ist bald 23 Monate alt und ich mache mir Sorgen, weil sie sich nachts nur von mir beruhigen lässt. Als meine Tochter noch kleiner war, hat sie sich auch und gern vom Papa schlafen legen lassen und er konnte sie auch nachts beruhigen. Seit unserem Umzug in ein neues Zuhause (da war sie knapp 1 Jahr alt) konnte ...
Sehr geehrte Frau Henkes, mein Sohn wird bald 3 Jahre alt und er möchte seit einigen Wochen keinen Körperkontakt zu mir (kein Kuscheln, kein Umarmen, kein Kuss auf die Stirn o.Ä.). Beim Verabschieden im Kindergarten darf ich nur "Tschüss" sagen ohne jegliche Berührung. Ich arbeite 2 Mal pro Woche ganztags. Wenn ich ihn dann abhole, würde ich ih ...
Guten Tag, mein Sohn wird bald 3 Jahre alt. Wir habe eine gute Bindung, Seit einiger Zeit ist Kratzen, Beißen und Schlagen von Mama in bestimmten Situationen an der Tagesordnung. Z.B. wenn ich ihm etwas nicht erlauben kann, weil es zu gefährlich ist, etc. Oder auch wenn er "zu viel Energie" grad hat z. B. herumgerannt ist in der Wohnung. Wie ka ...
Mein Kind 1,5 jahre als lässt sich nicht von mir trösten oder beruhigen. Sie schreit wie am Spieß und schlägt um sich bzw nach mir wenn ich versuche sie zu beruhigen. Ich weiß nicht wie ich mich dann verhalten soll. Ich bleibe dann mit etwas Abstand bei ihr sitzen aber auch da kommt sie manchmal hin um mich wegzuschieben obwohl ich nur da sitze. I ...
Sehr geehrte Frau Henkes, ich habe ein Anliegen, was mich doch mehr beschäftigt als ich es gern hätte. Mein Sohn, 3 1/2 Jahre alt, verbringt seit dem Sommer deutlich mehr Zeit mit seinem Papa (wir leben zusammen). Grund dafür ist mein Positionswechsel, was mit deutlich mehr Zeit auf Arbeit inkl. 24-h-Diensten (6-8 monatlich) verbunden ist, während ...
Sehr geehrte Frau Henkes, ich schreibe Ihnen, weil ich mir im Moment viele Sorgen und Gedanken bzgl des Verhalten meines großen Sohnes (3J) mache. Zu unserer Situation: ich war die ersten Jahre seine Hauptbezugsperson und wir hatten eine sehr gute und enge Bindung, haben Vieles unternommen (Ausflüge, Spielplätze etc), viel gekuschelt, ich bin au ...
Hallo Frau Henkes, mein 19 Monate alter Sohn schläft momentan mit meinem Mann im Familienbett und ich schlafe in einem anderen Zimmer. Bis vor einigen Wochen hatte ich jede Nacht mit ihm im Familienbett geschlafen und mein Mann woanders. Währenddessen ist er jedoch sehr oft aufgewacht und wollte die Brust. Das habe ich kräftemäßig nicht mehr gesch ...