Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Nachtrag zu letzter Woche

Frage: Nachtrag zu letzter Woche

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr. Posth, was mich so nervt an unserem Sohn (bald 4) ist sein konstant hoher Bedarf an Aufmersamkeit. Ich meine, ich bemühe mich wirklich, ihm viel Aufmerksamkeit zu geben (wann immer es möglich ist verbringt mein Mann, der eindeutig seit 1 J. vorgezogen wird, um Einzel-Zeit mit ihm). Gestern z.B. benötigte er eigentlich vom Aufstehen an (6 Uhr)bis mittags kurz vor 12 Aufmerksamkeit. Er will dann mit mir spielen, ich muß aktiv mitspielen ( sein kleiner Bruder, bald 2 läuft immer neben her), er sagt tausendmal schau, guck her, und das 6 Stunden am Stück. Ich hatte ihn auch gefragt, ob er nicht mal einen Freund besuchen wollen, nein.Irgendwann bin ich dann so genervt, daß ich dann unwirsch reagiere. Nach dieser Reaktion wollte er dann lieber zu seiner Freundin. Das ist ja aber auch nicht die Lösung. Anscheinend hat er es so nötig, gesehen zu werden. Aber es übersteigt fast meine Fähigkeiten (oder sollte ich mich noch mehr bemühen?).


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, gibt es denn keinen Ki-ga, in den Ihr Sohn gehen könnte. Das Bedürfnis der Kinder nach Sozialkontakten und gemeinsamem Spiel wächst bis zum 4. Lebensjahr stark. Da reicht auch manchmal kein kleiner Bruder. Wenn aber das Selbstbewusstsein noch nicht groß genug ist, zu anderen Kindern nach Hause zu gehen, werden auch die Eltern "belagert". Da Sie wahrscheinlich tagsüber zu Hause sind, müssen Sie für diesen Belagerungszustand herhalten. Es ist verständlich, dass Sie irgendwann entnervt sind, aber das Problem entsteht nicht so sehr durch Sie als vielmehr durch soziale Unterforderung Ihres Sohnes. Warum ist der Besuch der Freundin keine Lösung? Es ist doch schon ein guter Ansatz. Viele Grüße


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