Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Minikindergarten

Frage: Minikindergarten

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Hallo Dr. Posth, mein Sohn (2,5) geht seit letzter Woche 2 x die Woche für je 2,5 Std. in eine Gruppe m. 13 Kindern u. 2 Erzieherinnen. Beim 1. Mal bin dabei geblieben. Beim 2. Mal u. heute bin ich nur 5-10 min. geblieben, obwohl er dann geweint hat. Laut Erzieherinnen hat er nach anfänglichem Weinen gespielt, gelacht u. mitgemacht. HInterher hat er sich riesig gefreut, dass ich wieder da bin, war aber auch sehr fröhlich, weil es ihm auch Spaß macht, dort zu sein, das geht auch aus seinen Erzählungen hervor. Trotzdem - es beschäftigt ihn, dass ich ihn allein gelassen habe. Sie sind für die „sanfte Ablösung“ und ich frage mich natürlich, ob ich das alles falsch mache. Einerseits tut es mir natürlich weh, wenn er weint, aber andererseits muss er Trennungen doch auch kennen und akzeptieren lernen? Vielen Dank für Ihren Rat!! Anja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Anja, jedes Kind lernt, Trennungen auszuhalten und zu ertragen. Aber nicht durch Zwang durch für es selbst nicht nachvollziehbare Umstände und nicht durch das Weggehen der Mutter in einer Phase, wenn diese noch stark angstbesetzt ist (Trennungsangst). Dann geht es nur über die sanfte Ablösung. Das beinhaltet, daß das Kind sich an die neue Umgebung gewöhnt und dort eine Ersatzbezugsperson findet. Wenn es soweit ist, dann schicken viele Kinder ihre Mütter regelrecht nach Hause. Solange muß die Mutter oder der Vater geduldig "im Hintergrund" warten. Man kann in dieser Phase einmal "abgesicherte" kurze Trennungsversuche machen (Handy!), mehr aber auch nicht. Jedes neue Trauma erschwert den Vorgang, verlängert ihn oder macht ihn unmöglich. Gegen die Auffassung der Erzieherinnen müssen Sie sich durchsetzen. Es ist Ihr Kind und Sie bezahlen in der Regel auch den Kindergarten. Viele Grüße


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