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Unser Großer ist ein sensibler Junge, der schon immer stark an mir gehangen hat. Ich merke seit einigen Monaten eine Veränderung in seinem Verhalten. Wenn ihm was nicht passt wird er aggressiv gegen mich und wendet sich seinem Papa zu, den er in den ersten drei Jahren mehr oder weniger ignoriert hat. Sind wir unterwegs, richtet er sich stark an mich. Fragt ihn z.B. die Verkäuferin ob er eine Wurst will, drückt er sein Gesicht in meine Jacke und sagt nichts. Sein 2-jähriger Bruder geht in die Musikschule, das wollte er auch, bis er erfahren hat, daß ab 4 Jahren die Mamas nicht mehr dabei sind. Das selbe mit Kinderturnen, nicht ohne Mama, als dann gar nicht. Freitag geht der Chor des Kindergartens mit dem Bus in ein Musical, er ist der einzige der nicht mit will. Soll ich ihm das alles durchgehen lassen oder ihn mehr oder weniger zu seinem Glück zwingen? Eigentlich ist er sehr begeisterungsfähig, motorisch und geistig sehr gut entwickelt, aber er braucht eben immer mich im Rücken.
Liebe Gabi, vielleicht war es ja auch so, daß Ihren Sohn der Vater in den ersten 3 Lebensjahren zu wenig beachtet hat. Dadurch konnte keine adäquate Loslösung zustande kommen, so daß Ihr Sohn wieder an sie zurückgebunden worden ist. Da er aber die Loslösung zur Selbstfindung unbedingt braucht, versucht er sich jetzt, mit aggressiver Verstärkung von Ihnen zu lösen. Immerhin hat er dabei seinen Vater "entdeckt", was die Aussichten auf Besserung deutlich erhöht. Der Vater muß aber seine Aufgabe kennen und sich als zuverlässiger Partner erweisen. Mit den Schritten zur Selbständigkeit weicht dann langsam die Schüchternheit. Viele Grüße
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sollten noch sein, hatte leider keinen Platz mehr. GabiM
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